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Pedro de la Rosa

Pedro de la Rosa Foto: McLaren

Der Spanier Pedro de la Rosa ist seit 1999 im Formel 1-Zirkus. Der große Erfolg blieb trotz der langen Karriere aus. Der Spanier gilt als der ewige Testfahrer. 2012 will der Routinier mit Hispania noch einmal angreifen.

Pedro de la Rosa ist einfach nich kleinzukriegen. Kaum ein Pilot kann auf so viele Kilometer in einem Formel 1-Auto verweisen. Die meisten davon wurden allerdings bei Testfahrten gesammelt. Die Motorsportkarriere des Spaniers begann relativ spät. Mit 16 saß de la Rosa erstmals in einem Kart, gewann allerdings nur ein Jahr später bereits die ersten Meisterschaften.

Erste professionelle Rennerfahrung sammelte der Teenager 1990 in der nationalen spanischen Formel Ford und der britischen Formel Renault. Schon zwei Jahre später gewann er in der europäischen Formel Renault den ersten internationalen Titel. Weitere Meilensteine auf dem Weg zur Formel 1 beinhalteten einen Titel in der japanischen Formel 3 (1995), der Gewinn der Meisterschaft in der Formel Nippon und der Titel als japanischer "All GT Champion" (1996).

1998: Pedro de la Rosa steigt in die Formel 1 ein

Im Jahr 1998 ging es dann endlich in die Königsklasse. Als Testfahrer für Jordan sammelte de la Rosa erste Eindrücke. Im Jahr darauf wurde er dann von Arrows als Stammpilot verpflichtet. In einem hoffnungslos unterlegenen Auto gab es beim Debüt in Australien direkt einen WM-Punkt. Es sollte allerdings der letzte in der ersten Saison bleiben. In der zweiten Saison mit Arrows verdoppelte der Spanier seine Punktausbeute durch zwei sechste Plätze in Hockenheim und am Nürburgring.

Es folgte der Wechsel zum Jaguar-Team. Doch der Aufstieg machte sich nicht in Zahlen bemerkbar. Wieder verbesserte er seine Punktebestmarke nur um einen einzigen Zähler. Seine zweite Jaguar-Saison sollte sogar ganz ohne Zählbares zu Ende gehen. Für das Jahr 2003 erhielt de la Rosa keinen neuen Vertrag und musste als Testfahrer bei McLaren auf eine neue Chance warten.

Pedro de la Rosa als Montoya-Ersatz

Nachdem Stammpilot Juan Pablo Montoya 2005 in Bahrain verletzt ausfiel, konnte der Spanier mit Rang fünf ein achtbares Ergebnis herausfahren. Nach der Umstellung des Punktesystems, gab es dafür vier Zähler - wieder einer mehr als seine alte Bestmarke.

Als Montoya in der Saison 2006 von Ron Dennis vor die Tür gesetzt wurde, durfte de la Rosa für die letzten acht Rennen das Cockpit übernehmen. Beim Ungarn GP gelang ihm mit Rang zwei das beste Ergebnis seiner Karriere. Doch eine weitere Fortsetzung der Karriere gab es nicht. Nachwuchsmann Lewis Hamilton und Fernando Alonso waren für 2007 gesetzt. Hoffnungen auf eine Anstellung beim geplanten Prodrive-F1-Team zerschlugen sich.

Neue Chance bei Sauber für de la Rosa

So konnte Pedro de la Rosa sein Potenzial lange Zeit nur bei Testfahrten unter Beweis stellen. Das Testverbots ab der Saison 2009 sorgte für ein deutlich ruhigeres Leben. Der Spanier hatte genug Zeit für seinen Job als Vorsitzender der F1-Pilotenvereinigung (GPDA).

Das änderte sich 2010 wieder. Peter Sauber gab dem mittlerweile 38-Jährigen eine neue Chance. Als Teamkollege von Rookie Kamui Kobayashi sollte der Mann aus Barcelona seine Erfahrung ausspielen. Doch daraus wurde nichts. De la Rosa war oft langsamer als der Teamkollege. Daneben unterliefen ihm immer wieder Fehler. Mit Rang sieben in Ungarn fuhr er sein bestes Resultat ein. Das war aber nicht genug. Zwei Rennen später wurde er in Monza entlassen und durch Nick Heidfeld ersetzt.

Bei McLaren nahm man den verlorenen Sohn gerne wieder auf. De la Rosa wurde erneut Test- und Ersatzfahrer. Den nächsten Einsatz gab es 2011 aber nicht im Chrompfeil sondern wieder bei Sauber. Als Sergio Perez in Montreal nicht einsatzbereit war, sprang De la Rosa ein. Der Erfolg blieb aber erneut aus. Im Training krachte der Spanier schon in die Mauer. Im regnerischen Rennen verfehlte er auf Rang zwölf die Punkte.

Wer dachte, dass es das nun endgültig gewesen ist, der sah sich erneut getäuscht. In der Winterpause verpflichtete das spanische Hispania-Team den Iberer. Man darf gespannt sein, ob De la Rosa bei dem kleinen Rennstall noch einmal glänzen kann.

(Stand: 01/2012)

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