Dani Sordo war schon immer motorsportverrückt. Egal ob Motocross, Kart-Fahren oder Tourenwagen-Rennen - der Mann aus Kantabrien hat in seiner Jugend fast alles ausprobiert. Am Ende ist er allerdings beim Rallye-Sport hängengeblieben. Im Alter von 19 Jahren nahm er bereits am spanischen WM-Lauf teil. Parallel sammelte er 2003 und 2004 die ersten nationalen Titel im Junior-Bereich.
In der Saison 2005 ging Sordo dann in einem Citroen C2 S1600 der Junior-WM an den Start. Zusammen mit seinem neuen Co-Piloten Marc Marti gewann der Debütant auf Anhieb die Meisterschaft.
Erste Achtungszeichen mit Citroen
Nach diesen frühen Erfolgen war der Mann aus Nord-Spanien bereit für den Einstieg in ein World Rally Car. Da Citroen 2006 ein Jahr Pause machte, blieb für Sordo das zweite Xsara-Cockpit im werksunterstützten Kronos-Team. Mit zwei zweiten Plätzen in Spanien und Deutschland konnte der Rookie die Saison als Fünfter beenden. Dabei wurde er von seinem erfahrenen Teamkollegen Sebastien Loeb allerdings deutlich in den Schatten gestellt, der im gleichen Jahr den Titel gewann.
Sordo noch ohne Sieg
2007 und 2008 war Sordo dann mit Beifahrer Marti im neuen C4 WRC des Werksteams unterwegs. Zwar zeigte der kleine Spanier mit einem vierten und einem dritten Platz in der Fahrerwertung eine aufsteigende Tendenz, zum großen Durchbruch reichte es allerdings nicht. Hinter Loeb, der Titel Nummer vier und fünf sammelte, spielte Sordo nur die zweite Geige. Sein Teamkollege war es auch, der dem ersten Rallye-Sieg von Sordo bislang meistens im Weg stand.
Auch 2009 wurde es nichts mit dem ersten Sieg, obwohl Sordo ab und an knapp davor stand. Doch Teamkollege Loeb war auf Asphalt meist noch einen Tick schneller und brauchte selbst jedes Pünktchen für die WM. Am Ende des Jahres belegte Sordo den dritten Rang in der Meisterschaft. In der Saison 2010 rannte er weiterhin dem Traum vom ersten WRC-Sieg hinterher. Außer drei zweiten Plätzen gab es wieder nichts zu feiern. Am Ende nur Rang fünf in der Meisterschaft.
Sordo fängt bei Mini neu an
Bei Citroen ging nun die Geduld aus. Mit Sebastien Ogier hatten die Franzosen einen junges Talent in der Hinterhand, dass Sordo 2011 im Werksteam ersetzte. Mit dem Wechsel zu Mini entging Sordo der Degradierung ins Junior-Team. Beim Comeback des englischen Traditionsteams ging der Spanier 2011 sechs Mal an den Start. Mit einem dritten Platz in Deutschland und Rang zwei in Frankreich reichte es mit dem neuen Auto direkt für das Podium. Vielleicht wird es ja doch noch was mit dem ersten Sieg.



