Francois Delecour begann seine Rallye-Karriere, wie es sich für einen Franzosen gehört, bei Peugeot. 1981 feierte er seine WM-Premiere in Monte Carlo am Steuer eines 205. Nach den ersten Erfolgen bei nationalen und internationel Events machte ihn der französische Autobauer Ende des Jahrzehnts zum Werksfahrer.
Delecour: Vier Siege mit Ford
Seinen Durchbruch feierte Francois Delecour aber erst nach dem Wechsel zu Ford in der Saison 1991. Nach den ersten zwei vielversprechenden Jahren im Ford Sierra Cosworth folgte 1993 der Umstieg in den Ford Escort. Eigentlich galt Delecours immer als Asphaltspezialist. Der erste Sieg kam aber bei der Rallye Portugal 1993 auf Schotter.
Mit insgesamt drei Siegen konnte Delecour lange um den Titel kämpfen. Am Ende verwies ihn aber Juha Kankkunen auf Rang zwei. Das Jahr 1994 begann gut mit dem Sieg bei der Rallye Monte Carlo, der nach guten Leistungen in den Jahren zuvor längst überfällig war. Dem Angriff auf den Titel kam allerdings ein schwerer Unfall dazwischen. Auf öffentlichen Straßen verunglückte Delecour in einem Ferrari F40 und verletzte sich das Bein.
Delecour auf dem absteigenden Ast
Kaum war Delecour wieder einsatzbereit verabschiedete sich Ford Ende 1994 vom Rallye-Geschehen. Bis 1999 kam der Franzose nur noch auf sporadische Einsätze in der Weltmeisterschaft. Erst die Verpflichtung durch Peugeot im Jahre 2000 machte wieder etwas Hoffnung, dass die unglückliche Karriere vielleicht doch noch einen zweiten Frühling erleben könnte. Im 206 nahm Delecour an 14 Veranstaltungen teil. Mit vier Podiumsplätzen wurde er immerhin WM-Sechster.
Nach Streitigkeiten mit seinem Arbeitgeber ging es schon 2001 wieder zurück zu Ford. Das britische Team setzte einen dritten Focus WRC ein, mit dem Delecour beim Saisonauftakt in Monte Carlo direkt aufs Podium fuhr. Am Ende wurde es Rang neun in der WM. Am Ende des Jahres musste er wieder das Team wechseln. Mangels Alternativen blieb nur der Start im Mitsubishi WRC-Team. Der neue Lancer war allerdings nicht konkurrenzfähig und so blieb der Franzose in 14 Starts ohne einen einzigen Punkt.
Comeback 2012 in Monte Carlo
Danach wurde es lange still um Delecour. Erst mit der Rückehr seiner Rallye Monte Carlo in den WM-Kalender 2012 wagte sich der Routinier wieder ins Scheinwerferlicht. Im Ford Fiesta WRC zeigte er, dass er noch nichts verlernt hatte. Da der sechste Platz schon frühzeitig abgesichert war, ließ er für die letzte Prüfung seinen Co-Piloten Dominique Savignioni zum Abschluss dessen Karriere ans Steuer.
(Stand: 01/2012)

