Henning Solberg begann in einer Motorsport-verrückten Familie früh mit dem Rallyesport. Bei Low-Budget-Rallyecross-Läufen lernte er schon als Teenager die motorisierte Fortbewegung auf Schotterpisten. Dabei sammelte Henning nationale Titel in Serie.
Während Petter schon längst in der Rallye WM unterwegs war, ließ sich Henning etwas mehr Zeit mit der Profi-Karriere. Nach einigen Auftritten im Ford Escort WRC und im Toyota Corolla WRC fuhr Henning Solberg 2004 bei sieben WM-Läufen einen privaten Peugeot 206 des Bozian Teams.
Erstes Podium 2006 in der Türkei
Nach einer weiteren Saison mit sieben WM-Starts bei Ford nahm er 2006 in einem Peugeot 307 WRC bei zwölf WM-Läufen teil. Dabei konnte Henning in der Türkei auch seine erste Podiumsplatzierung einfahren.
2007 ging es wieder zurück zu Ford im Stobart-Kundenteam. Hier pilotierte der sympathische Norweger einen Vorjahres-Focus WRC, in dem er ausgerechnet bei seiner Heimrallye in Norwegen zum zweiten Mal in seiner Karriere auf das Treppchen fuhr. Später kam in Japan auch noch der dritte Podiumsplatz dazu. Als Sechster in Gesamtklassement landete er nur einen Platz hinter Bruder Petter.
Henning Solberg als regelmäßiger Punktelieferant
Auch in der Saison 2008 ging Henning wieder für Stobart an den Start und belegte vor allem zur Saisonmitte wieder regelmäßige Punkteplätze. Am Ende landete der Norweger auf dem achten Platz. Etwas besser lief es 2009. Mit einem dritten Platz in Polen konnte sich Solberg den zweiten Podiumsplatz gutschreiben lassen. 33 WM-Punkte bedeuteten am Ende Rang sechs in der Meisterschaft.
In der Saison 2010 ging Henning Solberg erneut für die englische Stobart-Mannschaft an den Start. Dabei fuhr der Ford-Pilot nicht immer im Focus WRC sondern durfte bei einigen Events auch schon mit dem Fiesta antreten, der in abgewandelter Version 2011 zum Standardmodell werden sollte. Mit 45 Punkten landete der "Testpilot" am Ende immerhin noch auf Rang acht in der WM-Wertung.
Wales-Podium im Fiesta WRC
Mit dem Ford Fiesta WRC ging Henning Solberg 2011 dann regelmäßig auf Punktejagd in der Rallye-WM. Das Highlight hob sich der sympathische Wikinger bis zum Ende der Saison auf. Beim Finale in Wales fuhr Solberg noch einmal aufs Podium. In der Gesamtwertung blieb aber nur Rang neun mit 59 Punkten.
Nach dem Abgang von Hauptsponsor Stobart sah es lange schlecht aus mit einem Cockpit für 2012. Erst in letzter Minute konnte ein Vertrag mit Go Fast Energy unterschrieben werden, der die beiden privaten Ford Fiesta WRC von Solberg und Matthew Wilson finanzierte.



