Mikko Hirvonen kam im Alter von 18 Jahren zum Rallyesport, womit er für finnische Verhältnisse fast schon als Spätstarter gilt. Nach der ersten erfolgreichen Auftritten in der finnischen Formel 2 und der italienischen Subaru Cup Challenge, erhielt er 2003 einen Vertrag bei Ford.
In seiner ersten WRC-Saison, in der er auch erstmals mit Co-Pilot Jarmo Lehtinen ein Duo bildete, gab es aber nur wenig zu Grund zum Jubeln für den sympathischen Blondschopf. Nur in Zypern konnte der Focus-Pilot mit Rang sechs ein paar WM-Zähler einfahren. Nach dem Rookie-Jahr kehrte Hirvonen wieder in das bekannte Impreza-Cockpit zurück. Mit dem 2004er Modell lief es auch gleich deutlich besser. Mit zehn Ergebnissen in den Punkterängen landete Hirvonen am Jahresende auf Rang sieben in der Fahrerwertung.
Für Subaru war das allerdings nicht gut genug und der Finne musste die folgende Saison zunächst in einem privat eingesetzten Focus angehen. Nach einem fünften Platz in Griechenland durfte er bei seiner Heimrallye kurzfristig in ein Werkscockpit steigen, wo er ebenfalls Fünfter wurde. Bei seinem letzten Auftritt des Jahres in Spanien war Hirvonen aber wieder als Privatier unterwegs. Auf dem ungeliebten Asphalt-Belag gelang ihm auf Rang drei mit seinem zwei Jahre alten Focus eine große Überraschung.
2006: Hirvonen wechselt ins Ford-Werksteam
Nicht zuletzt mit diesem Erfolg sicherte sich der Finne für die komplette Saison 2006 ein Cockpit im Werksteam. Mit konkurrenzfähigem Material ließ der Youngster sein Potential immer wieder aufblitzen und setzte teilweise auch Teamkollege Marcus Grönholm unter Druck. Nach sechs Podiumsplätzen gelang ihm in Australien schließlich der erste WM-Rallyesieg. Hinter Loeb und Grönholm beendete er die Meisterschaft als Dritter.
Dieses Ergebnis konnte Hirvonen mit regelmäßigen Podiumsplätzen und drei weiteren Siegen auch 2007 wiederholen. Nach dem Abgang von Teamkollege Grönholm setzte Ford 2008 alles auf die Karte Hirvonen. Obwohl der Focus-Pilot bei allen Läufen in die Punkte fuhr und dabei nur drei Mal das Podium verfehlte, hatte er am Ende wieder keine Chance gegen den übermächtigen Sebastien Loeb. Als Vizemeister fuhr er trotzdem das beste Resultat seiner Karriere ein.
Ewiger Zweiter hinter Loeb
Vizemeister wurde Hirvonen auch 2009. Dabei sollte es aber noch knapper zugehen. Bis zum letzten Rennen führte die Ford Speerspitze die Tabelle an, nur um in letzter Sekunde doch wieder von Dauerrivale Loeb abgefangen zu werden. Am Ende trennten die beiden nur ein mageres WM-Pünktchen.
In der Saison 2010 wollte es Hirvonen mit mehr Risiko probieren. Doch der Großangriff auf Dauerrivale Loeb schlug erneut fehl. Doch statt des gewohnten Rang zwei musste sich der Ford-Pilot plötzlich mit Konkurrenz im eigenen Lager herumschlagen. Jari-Matti Latvala leistete erstmals richtige Gegenwehr und sicherte sich den "Titel" des Vizemeisters. Hirvonen leistete sich einige Ausfälle zu viel und wurde nur Sechster.
2011 startete der Ford-Pilot gut in die Saison. Vor allem in puncto Konstanz konnte der Finne überzeugen. In den ersten zwölf Rallyes landete Hirvonen elf Mal unter den ersten Vier. Allerdings half auch Teamkollege Jari-Matti Latvala mit, dass der Vorsprung von Loeb nicht zu große wurde. Beim Saisonfinale in Wales hatte Hirvonen wieder einmal noch Chancen auf den Titel. Nach einer Ausrutscher beendete ein defekter Kühler aber erneut die Titelträume.
Nach der Saison leitetete Hirvonen die große Wende ein. Zur Überraschung seiner Fans wechselte er das Lager. Von Ford ging es zu Citroen, wo er seitdem gemeinsam mit Loeb um Punkte für den Markenpokal kämpft.
(Stand: 01/2012)



