Pierre Campana wartet im Schatten von Sebastien Loeb und Sebastien Ogier auf den großen Durchbruch in der Rallye-Szene. Im Gegensatz zu seinen prominenteren Landleuten musste der Mann aus Korsika lange auf gutes Material und Spitzenresultate warten. Erst seit den Einsätzen im Mini WRC in der Saison 2011 gab es endlich die Chance, ins Rampenlicht zu fahren.
Campana begann 2004 mit den ersten Ausflügen im Rallye-Auto - zunächst aber nur als Co-Pilot. Über die ersten Erfolge bei kleineren Veranstaltungen gewann das Talent an Selbstvertrauen. Den ersten Start bei einem WRC-Lauf absolvierte der Youngster 2007 bei seiner Heimrallye auf Korsika.
Lange schlug sich Campana in den Junior-Wertungen der WM herum, ohne das es eine Chance zum Aufstieg in die WRC gab. 2009 wechselte Campana schließlich in die Intercontinental Rallye Challenge, wo er zumeist in einem Renault Clio R3 in der Zweiradwertung startete. 2010 und 2011 gab es auch die ersten Einsätze in einem S2000 Auto. Das beste Ergebnis fuhr der Franzose beim Heimlauf in Korsika ein, als er im Peugeot 207 Vierter wurde.
Campana steigt mit Mini in die WRC ein
Im Sommer 2011 wurde Campana schließlich ins nationale Förderprogramm des französischen Motorsportverbandes aufgenommen, was der Karriere einen deutlichen Schub nach vorne gab. Bereits im August gab der Nachwuchsmann sein WRC-Debüt bei der Rallye Deutschland in einem Mini Countryman WRC. Auch bei der Frankreich Rallye - die allerdings nicht mehr auf Korsika, sondern im Elsass ausgetragen wurde - ging Campana an den Start. Mit Rang acht gab es hier die ersten WM-Punkte.
Für 2012 bekam der Youngster die Zusage für weitere Starts im Mini Werksteam. Wegen Streitigkeiten um das Budget ist die genaue Anzahl an Rallyes noch nicht klar. Beim Saisonauftakt in Monte Carlo war Campana immerhin schon mal dabei.

