Bulgarien will im Motorsport hoch hinaus. Nach Ski-Weltcuprennen und Biathlon-Weltmeisterschaften soll ab dem Jahr 2010 auch die Rallye-Weltmeisterschaft Station im rund 1.500 Meter hoch gelegenen Borowez machen. Beim Termin im Juli dürfte allerdings nur noch wenig Schnell liegen. Stattdessen sind die Piloten auf befestigten Bergstraßen unterwegs.
Dabei stand die Rallye im letzten Jahr unter keinem guten Stern. Ausgerechnet unter den Augen der FIA-Beobachter gab es einen tödlichen Unfall. Der italienische Co-Pilot Flavio Guglielmini kam nach einem heftigen Zusammenprall mit einem Felsen ums Leben. Der Schweizer Fahrer Brian Lavio überlebte nur knapp.
Auch wenn die Veranstaltung nach dem Unfall abgebrochen wurde, erteilte der Weltverband der Rallye Bulgarien einen Platz im Rallye Kalender 2010. Nach der Rallye Polen geht die Expansion nach Osten somit weiter. Die genaue Route steht allerdings noch nicht fest.
Auch wenn Bulgarien auf der weltweiten Motorsportlandkarte noch keine große Rolle spielt, hat Motorsport in dem ehemaligen Ostblockstaat eine lange Tradition. Die ersten Wettbewerbe fanden bereits kurz nach dem ersten Weltkrieg statt. Mangels geeigneter Rundstrecken machte sich Bulgarien vor allem durch seine Rallyeveranstaltungen einen Namen. Vor der Nominierung zur WRC-Rallye gehörte Bulgarien bereits regelmäßig zum Kalender der Rallye-Europameisterschaft.



