Die Vielfalt der Pistenbeschaffenheit macht die Rallye Argentinien jedes Jahr wieder zu einer großen Herausforderung für Piloten und Teams. Treffen die Driftkünstler bei der ersten Durchfahrt der Prüfungen meist noch auf losen, weichen Sand, ist die zweite Schleife auf der ausgefahrenen Spur meist schon deutlich rauer und felsiger.
Die Rolle des Straßenfegers ist für den ersten Piloten auf der Strecke ein echter Nachteil. Nur bei Regen herrschen einigermaßen konstante Bedingungen. Auch von der Charakteristik unterscheiden sich die einzelnen Prüfungen stark. Die Wege in der Ebene sind meist schnell und flüssig, geht es in die berühmten Bergprüfungen El Condor und Giulio Cesare erwarten die Piloten felsige und enge Wege.
Rallye Argentinien: Wasser und Höhe
Besonders spektakulär sind die teils sehr tiefen Wasserdurchfahrten. Vor allem im Frühjahr lassen plötzliche Regenschauer die kleinen Bäche zu mittelgroßen Flüssen anschwellen. Wer hier mit zu viel Risiko zu Werke geht, geht sprichwörtlich baden.
Neben der Rallye Mexiko ist Argentinien die zweite Rallye im Kalender, bei der die Piloten hoch in die Berge müssen. Schon der Service Park in Cordoba befindet sich 650 Meter über dem Meeresspiegel. Die Prüfungen in der umgebenden Bergregion gehen allerdings bis in Höhen über 2.000 Meter.
Rallye Argentinien im Expertenurteil: Mikko Hirvonen
"Die Rallye im Hinterland von Cordoba gehört zu meinen absoluten Favoriten. Es gibt hier alles, was mir gefällt: enge Abschnitte, aber auch sehr schnelle, flüssig zu fahrende Passagen, wo man einen guten Rhythmus findet. Auch große Sprünge und Wasserdurchfahrten gibt es genug.
Das Allerbeste aber sind die Zuschauer. Mehr Fans als in Argentinen kommen nirgendwo zur Rallye-WM. Die Leute sind absolut rallyeverrückt. Einfach ist Argentinen nicht zu fahren: Denn viele Straßen sind sehr schmal, aber trotzdem sehr schnell. Überall liegen Felsen herum. Das heißt: Auch kleine Fehler werden in Argentinien hart bestraft.
Ganz besonders malerisch ist die Sonderprüfung namens "El Condor". Sie liegt in rund 2.000 Meter Höhe. Eine richtige Mondlandschaft. Das Besondere aber sind die riesigen Felsen. Da fragt man sich, wie es die Argentinier geschafft haben, durch diese wilde Gegend eine Straße zu bauen."



