Seit dem Jahr 2010 darf Sebastien Loeb einmal im Jahr auf den Straßen in seiner Heimat herumdüsen. Die Asphaltpisten im Elsass haben die Traditionsrallye in Korsika abgelöst. Prompt gewann der Rekordchampion die erste Ausgabe. Die letzte Prüfung wurde dabei passenderweise in seiner Geburtsstadt Hagenau durchgeführt.
Das Fahrerlager der neuen Rallye Frankreich ist am Stadtrand von Straßburg beheimatet. Von dort geht es meist durch die nahegelegenen Weinberge und Wälder. Die Straßen sind deutlich breiter als zuvor in Korsika. Damit steigt die Durchschnittsgeschwindigkeit. Ein besonderes Highlight sind die Prüfungen auf dem Truppenübungsplatz in Bitche. Vor allem die unterschiedlichen Asphaltbeschaffenheiten sorgen immer wieder für brenzlige Situationen.
Rallye Frankreich im Expertencheck: Mikko Hirvonen
"Anders als vielen meiner finnischen Fahrerkollegen tut es mir sehr leid, dass die Frankreich-Rallye im Jahr 2010 von Korsika ins Elsass verlegt wurde. Korsika, das war für mich die ultimative Asphalt-Geigerei - und ich habe dort auch oft gut abgeschnitten.
Das Elsass ist Loeb-Land, es ist sozusagen sein Hinterhof. Mir gefällt es dort nicht so besonders. Die Asphaltstraßen sind oft ziemlich verschlammt. Da wird es arg rutschig. Und eng ist es obendrein.
Bei der Frankreich-Rallye geht es für mich eigentlich nicht um den Sieg, sondern nur darum, ins Ziel zu kommen und möglichst viele Punkte mitzunehmen. Die Gegend rund um Straßburg ist definitiv nicht das richtige Terrain für mich, um voll anzugreifen.
Aber vielleicht ändert sich meine Aversion in Zukunft noch: Die Rallye-WM war ja noch nicht so oft im Elsass zu Gast. Trotzdem, ich muss es einfach nochmals loswerden: Korsika traure ich immer noch nach. Diese Rallye habe ich wirklich geliebt."

