Heiß und staubig präsentierte sich die Jordanien-Rallye bei ihrer WM-Premiere 2008. Mit Temperaturen von über 40°C und dem lockeren Untergrund glich die erste Ausfahrt im Wüsten-Königreich einer Trainingseinheit in der Sauna.
Am Rande des Toten Meeres sind die Boliden am tiefsten Punkt der Erde, rund 400 Meter und dem Meeresspiegel unterwegs. Die flüssigen Prüfungen durch karge, felsige Landschaften sind relativ schnell, allerdings lauern neben der Ideallinie überall Steine, die nur darauf warten die Gummis zu durchbohren.
Vor der Rallye verdichteten die Veranstalter die sandigen Wege noch einmal und befreiten die Strecke von gröberen Hindernissen. Die breiten, ebenen Pisten verleiten allerdings zu erhöhtem Risiko, was beim kleinsten Fehler zu kapitalen Abflügen führt.
Die Weite der Tiefebene und die wenigen Kontraste der sandfarbenen Landschaft führen dazu, dass man sich leicht bei Distanzen und Bremspunkten verschätzen kann. Dabei reicht es oft schon aus, die Ideallinie um ein paar Zentimeter zu verpassen, um im weichen Sand den entscheidenden Grip zu verlieren.

