Nächstes Rennen: 22. Juli 2012
Rallye Neuseeland

Rallye Mexiko: Rallye Mexiko im Porträt

Aufkleber Rallye Mexiko 2008

Die früher unter dem Namen Rallye Amerika bekannte Rallye Mexiko ist seit 2004 fester Bestandteil des WRC-Kalenders. Für die Fahrer und Ingenieure keine leichte Aufgabe. Die große Höhe und mächtige Felsen auf der Piste stellen das Material auf eine harte Probe.

Die Rallye Mexiko verzeiht keine Fehler. Beim einzigen Gastspiel auf dem nordamerikanischen Kontinent geht es für die Lenkradakrobaten der Rallye-WM über raue Schotterpisten. Der lockere Untergrund ist für die ersten Piloten allerdings ein extremer Nachteil, da sie die oberste Schicht aus Sand und kleinen Steinchen erst frei räumen müssen.

Das Zentrum der Rallye Mexiko ist traditionell in León. Auf den Prüfungen im zentralmexikanischen Hochland geht es bis auf Höhen von 2.700 Meter. So weit nach oben geht es nirgendwo sonst im Rennkalender.

Rallye Mexiko: Wenig Sauerstoff, viele Felsen

Viel Hitze, wenig Sauerstoff - da verlieren die zwangsbeatmeten Triebwerke der WRC-Boliden natürlich an Leistung. Bis zu 30 Prozent weniger PS stehen den Piloten im Extremfall zur Verfügung. Hier liegt es an den Ingenieuren, die Motorenkennfelder optimal an die Umgebung anzupassen.

Neben den klimatischen Bedingungen sorgen auch die zahleichen Wasserdurchfahrten für Sorgenfalten bei den Ingenieuren. Auf den sehr schnellen Abschnitten der Rallye Mexiko können zudem größere Felsbrocken den Unterboden beschädigen. Eine weitere Gefahr geht von einer ganz unerwarteten Seite aus: Undisziplinierte Fans machten den Fahrern die Arbeit besonders schwer, indem sie im Kurveninneren große Steine platzierten. 2008 wurde Ford Pilot Matthew Wilson sogar ein Stein auf die Windschutzscheibe geworfen.

Rallye Mexiko Expertenurteil: Mikko Hirvonen

"Die Wertungsprüfungen liegen in rund 2.500 Meter Höhe. Als Fahrer merkt man das nur zu Beginn des Trainings. Man ist ein bisschen kurzatmig und hat leicht erhöhten Puls. Doch man gewöhnt sich schnell daran.

Schlimmer ist es, dass der Motor wegen der Höhe rund 15 Prozent an Leistung verliert. Man muss daher eine ganz besonders saubere Linie fahren. Als Fahrer hat man in Mexiko manchmal das Gefühl, dass praktisch alles voll geht, weil die Motoren so wenig Leistung haben. Ich glaube, dass dies auch der Grund dafür ist, warum es in Mexiko in den letzten Jahren so viele Unfälle gab. Denn irgendwann kommt dann doch eine enge Kurve.

Aus meiner Sicht ist die geringere Motorleistung und das daraus resultierende Vollgasfahren dafür verantwortlich, dass man in Schwierigkeiten gerät. Je weniger Leistung man hat, umso schwieriger ist es zu korrigieren. Wenn es nach mir ginge, würden die WRC-Autos 500 PS leisten anstatt 300 PS."

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