Nächstes Rennen: 22. Juli 2012
Rallye Neuseeland

Monte Carlo: Rallye Monte Carlo

Aufkleber Rallye Monte Carlo 2008

Mit viel Glamour und heißer Rennaction wird die Rallye-Saison traditionell in Monte Carlo eröffnet. Wegen der bewegten Geschichte wird die "Monte" gerne als die Mutter aller Rallyes bezeichnet und ist traditionell eines der Highlights im WM-Kalender.

Es ist der gefährliche Mix aus den engen Hochgebirgsstraßen, dem rauen Asphalt und dem unvorhersehbaren Wetteränderungen, der die Monte zu einer der größten Herausforderungen im Rallye-Kalende macht. Mit dem traditionellen Termin früh im Jahr erwartet die Piloten in den französischen Seealpen nicht selten verschneite und überfrorene Pisten.

Rallye Monte Carlo mit dem Col de Turini

Der legendärste Abschnitt führt über die Passstraße am Col de Turini. Die berühmt-berüchtigte Wertungsprüfung wird zwar heutzutage nicht mehr im Dunkeln als Nachtetappe ausgetragen, trotzdem zählt die verwinkelte Serpentinenstraße in Höhen von über 1.000 Metern zum Gefährlichsten was man auf vier Rädern bewältigen kann. Am höchsten Punkt feiern Jahr für Jahr begeisterte Rallye-Fans eine Riesen-Party.

Nicht selten endet die Auftaktveranstaltungen mit Überraschungen. Plötzlich auftretende Eisflächen und von den Fans auf die Straße geschaufelte Schneefelder haben die Favoriten schön öfter überrascht.

Von entscheidender Bedeutung ist oft auch die Reifenwahl. Dabei sind die Teams im Rallyezentrum auf Meereshöhe auf die Berichte der Spione in den Alpen angewiesen. Das Hauptproblem: Wenn sich die Piloten in den frühen Morgenstunden auf den Weg ins Gebirge machen, kann die Mittagssonne so manches Eisfeld schon längst wieder aufgetaut haben.

Expertenurteil Rallye Monte Carlo - Mikko Hirvonen:

"Die Monte Carlo ist für uns Fahrer wohl die größte Herausforderung des ganzen Jahres. Ich habe eine Hass-Liebe zu ihr. Im Vorfeld freue ich mich immer sehr darauf, aber wenn ich da bin, gefällt mir die Monte weniger gut.

Das liegt daran, dass die Straßenverhältnisse sehr schnell wechseln können. Die Reifenwahl ist daher sehr kompliziert. Wenn du da Pech hast, greifst du daneben, und die ganze Rallye ist futsch. Trocken, nass, Eis und Schnee, das alles kann auf einer Prüfung passieren.

Michelin liefert vier verschiedene Reifentypen, so viele wie nirgends sonst: harte und weiche Slicks, Regenreifen und Spikes. Extrem wichtig sind die Eisspione, die vorher die Strecke abfahren. Auf deren Arbeit musst du dich wirklich verlassen können.

Bei der Monte ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass man immer und überall den perfekten Reifen draufhat. Also kommt es darauf an, den besten Kompromiss zusammen mit den Eisspionen herauszuarbeiten."

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