Bereits im Jahr 1921 fuhren unsere östlichen Nachbarn mit Rennboliden durch die Landschaft. 88 Jahre später hat die Veranstaltung nun endlich auch den Status der WRC-Rallye. Bis es soweit war, mussten die Veranstalter allerdings einige Hürden nehmen. Die FIA hatte einige Wünsche an die Organisatoren.
So wurden die polnischen Läufe zur Europameisterschaft traditionell auf Asphalt ausgetragen. Die Motorsportbehörde wünschte sich aber für die WRC eine reine Schotterveranstaltung. Ab 2005 zog die Veranstaltung deshalb von Niederschlesien im Süden an die Masurische Seenplatte im Nordosten Polens. Das Rallyezentrum liegt in der 3.800-Seelen-Stadt Mikolajki in der Nähe des Spirdingsees.
Nach einem mehrjährigen Bewerbungsmarathon wurde der polnische Wunsch nach einem eigenen WM-Lauf schlussendlich erhört. Seit 2009 gehört die Traditionsveranstaltung zum erlauchten Kreis der WRC-Rallyes. Bei der Premiere Ende Juni kann sich der talentierte einheimische Rallye-Nachwuchs erstmals mit der Weltelite messen.
Der relativ feine und sandige Schotter auf den zumeist ebenen Feldwegen dürfte für das Material keine große Herausforderung bieten. Entscheidend wird eher sein, wer sich am schnellsten auf das unbekannte Terrain einstellen kann und das richtige Setup und den Rhythmus findet.

