Nächstes Rennen: 10. März 2012
Rallye Mexiko

Rallye Wales: Rallye Wales im Porträt

Rallye Wales

Die Rallye Wales - oder auch Rallye Großbritannien - ist der britische Lauf zur Rallye WM. Die vom Royal Automobile Club organisierte Veranstaltung bildete zumeist das große Finale im Rallye-Jahr.

Die Rallye Wales wechselt den Schwierigkeitsgrad mit dem Wetter. Sandige Schotterpisten gepaart mit dem typisch britischen Regen sind regelmäßig die Hauptzutaten für rutschige Schlammschlachten in den Wäldern rund um Cardiff. Dabei bietet der Untergrund schon bei trockenen Verhältnissen eine anspruchsvolle Herausforderung. Von kompaktem Waldboden bis hin zu einer lockeren Schotter-Schicht können die Oberflächen oft sogar innerhalb einer einzigen Prüfung variieren.

Die Reifenwahl entscheidet dann über das Quäntchen mehr Grip und Zehntelsekunden im Ziel. Nur wer absolutes Vertrauen in sein Sportgerät hat, kann auf den schnellen Prüfungen angreifen. Viel Platz für Fehler bleiben nicht. Vor allem die Wassergräben, die sich parallel zu den Schotterwegen durch die Wälder schlängeln, haben schon viele Opfer gefordert.

Rallye Wales: Regen, Nebel, Eis

Mit dem zumeist sehr späten Termin im WRC-Kalender kann das Wetter neben dem typischen Regen aber auch andere Überraschungen bereithalten. Vor allem der dichte Nebel schiebt sich in den frühen Morgenstunden gerne in die tiefergelegenen Abschnitte und löst sich nur sehr langsam auf. Bei Veranstaltungen im November oder Dezember können außerdem Schneefälle für einen besonderen Nervenkitzel sorgen.

Das Rallye-Zentrum ist in der Hauptstadt Cardiff angesiedelt, der Service Park befindet sich in Swansea an der walisischen Küste. Ein Highlight ist die Zuschauer-Prüfung im Millenium Stadium in Cardiff, wo sich die Rallye-Stars vor großer Kulisse im direkten Zweikampf messen.

Rallye Wales im Expertencheck: Jari-Matti Latvala

"Bei der Rallye Wales spielt das Wetter traditionell eine sehr große Rolle. Speziell, wenn die Rallye wie 2011 im November gefahren wird, kann es ziemlich garstig sein. Da muss man mit Nebel rechnen und einer Menge Matsch und Schlamm und sogar mit dem so genannten "Black Ice", also Glatteis-Platten, die man nur ganz schwer erkennen kann.

2012 ist die Veranstaltung um fast zwei Monate nach vorn verlegt, in den September. Die Forststraßen im Norden von Wales sind schnell und flüssig zu fahren. Im Süden sind die Straßen etwas enger.

Nur eines war 2011 nicht optimal: Den 350 Wertungsprüfungskilometern standen rund 1.600 Kilometer an Verbindungsetappen gegenüber. Der Servicepark von Builth Wells liegt praktisch in der Mitte von Wales, und zweimal hieß es abends an die Südküste nach Cardiff zu fahren zum Parc Fermé. Wir mussten teilweise schon um halb fünf Uhr morgens aufstehen. Das war nicht wirklich optimal."

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