Zur Wiedereinführung in den Rennkalender 2009 hat sich die zypriotische Rallye-Organisation etwas Neues einfallen lassen. Wurde die Veranstaltung früher noch komplett auf rauem Schotter ausgetragen, so führt der Lauf nun über gemischte Verhältnisse. Im Klartext heißt das: Auf der ersten Etappe gibt es Asphalt als Vorspeise. Der Hauptgang am Samstag wird dann genau wie der Nachtisch am Sonntag auf Schotter serviert.
Damit ist Zypern der erste WM-Lauf, der die von der FIA erlaubten Möglichkeiten einer Mischrallye ausschöpft. Auf die Piloten wartet somit eine besonderer Herausforderung, die härter kaum sein könnte.
Während der Asphalt eine sehr raue und griffige Oberfläche bietet, gehören die Schotterpassagen zum extremsten, was der Rallye-Kalender zu bieten hat. Ähnlich wie z.B. bei den benachbarten Läufen in Griechenland oder der Türkei hat auch die Insel der Götter zahlreiche scharfkantige Felsen zu bieten, die eingegraben auf der Ideallinie nur darauf warten, sich in die Pirelli-Gummis zu bohren.
Vor allem auf den längeren Passagen müssen die Fahrer ihre Reifen taktisch clever einteilen, wollen sie nicht auf der blanken Felge ins Rallyezentrum nach Limassol zurückkehren. Das Verbot des Mousse-Systems seit der Saison 2008 hat noch zur Verschärfung des Problems beigetragen.
Wenn das Konzept der unterschiedlichen Bodenbeläge aufgeht, werden andere Veranstalter sicher nachziehen. Nach Auskunft der Organisatoren seien bereits verschiedene Anfragen zu den bisherigen Erfahrungen eingegangen.

