Die Rallye-Abteilung von Citroen besteht zwar schon seit Beginn der 90er Jahre, das erste World Rally Car auf Basis des Xsara entwickelte man jedoch erste 2000. Im Folgejahr wurde der Rennbolide erstmals eingesetzt und Jesus Puras gewann prompt die Heimrallye auf Korsika. 2002 wurde Citroen-Nachwuchsmann Sebastien Loeb verpflichtet. Das Team nahm an acht der 14 WM-Läufen teil. In Deutschland konnte Asphalt Spezialist Loeb seinen ersten Rallyesieg feiern.
Loeb führt Citroen zu großen Erfolgen
Von den frühen Erfolgen motiviert entschied sich Citroen die Saison 2003 komplett zu fahren. Neben Loeb ergänzte zunächst der ehemalige Weltmeister Carlos Sainz die schlagkräftige Mannschaft der Franzosen. Am Ende verpasste Loeb nach drei Saisonsiegen nur knapp den Titel. Beim Saisonabschluss in Wales gab das Team die Parole aus, den Konstrukteurstitel nicht zu gefährden. Loeb ging nicht mehr volles Risiko und musste zuschauen, wie sich Petter Solberg im Schluss-Spurt mit einem Punkt Vorsprung den Titel schnappte.
In den beiden folgenden Jahren sollte das allerdings nicht noch einmal passieren. Mit souveränem Vorsprung gewann der Elsässer jeweils die Fahrerwertung, Citroen sammelte zwei weitere Konstrukteurspokale.
Trotz des Erfolges entschied sich der französische Autobauer vor der Saison 2006, nicht mit einem Werksteam an der WM teilzunehmen. Allerdings wurde das Privat-Team Kronos vom Werk unterstützt und Loeb erhielt ein konkurrenzfähiges Auto. Obwohl sich Loeb beim Radfahren einen Arm brach und die letzten vier Rallye aussetzen musste, gewann er erneut den Fahrertitel.
Loeb als Dauersieger gegen Ford
2007 kehrte Citroen dann als offizielles Werksteam mit dem neuen C4 zurück in die Rallye-WM. Loeb musste das ganze Jahr hart gegen Ford-Konkurrent Grönholm kämpfen, konnte sich am Ende aber mit vier Punkten durchsetzen. Der Konstrukteurstitel wanderte aber zum zweiten Mal in Folge an Ford.
Nach dem Rücktritt von Grönholm ging Loeb 2008 als klarer Favorit in die Saison und enttäuschte seine Fans nicht. Gleich zehn Saisonsiege heimste der ehemalige Kunstturner ein und sicherte sich bereits beim vorletzten Rennen den fünften Titel in Folge.
Ogier sollte Loeb beerben
Auch 2009 und 2010 hieß der Titelträger wieder Loeb. Die beiden Ford-Finnen Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala mussten sich jeweils mit Platz zwei begnügen. Für die Saison 2011 hatte man Loeb einen neuen Teamkollegen an die Seite gestellt. Landsmann Sebastien Ogier sollte auf lange Sicht in die Fußstapfen des Dauersiegers treten. Mit fünf Saisonsiegen geigte der Youngster groß auf, was Loeb nicht gefallen konnte. Am Ende gewann Loeb wieder den Titel und Ogier verließ das Team Richtung VW.
Seit 2012 ist nun Mikko Hirvonen im Team. Die ehemalige Ford-Speerspitze soll dabei helfen, für Citroen die fünfte Marken-WM in Folge zu sichern.



