Nächstes Rennen: 10. März 2012
Rallye Mexiko

Teamporträt: Ford World Rally Team

Ford Fiesta WRC 2012

Seit 1997 ist das Ford Werksteam in seiner heutigen Form in der Rallye WM aktiv. Seitdem ist die britische M-Sport Rallye-Schmiede unter der Leitung von Malcolm Wilson mit der Entwicklung und Bereitstellung der Einsatzautos beauftragt.

Obwohl sich das kleine Ford World Rallye Team 1998 noch in der Wachstumsphase befand, konnte Wilsons M-Sport-Mannschaft bereits zwei Siege mit dem Escort RS Cosworth feiern und schloss die Saison als zweitbeste Mannschaft im der Teamwertung ab. Noch im selben Jahr wurde mit der Entwicklung des ganz neuen Ford Focus WRC begonnen, der bereits in der darauffolgenden Saison in Monte Carlo sein Debüt feierte.

Die in den legendären Martini-Farben lackierten Focus feierten bereits in der Premieren-Saison erste Erfolge, als Colin McRae bei der Safari Rallye in Kenia die Konkurrenz deklassierte. Auch der spätere Weltmeister Petter Solberg fuhr 1999 und 2000 einige Schotter-Rallyes im neuen Ford Focus. 2000 stieß auch Carlos Sainz zum Team.

Ford vs. Peugeot

2001 folgte das bis dato erfolgreichste Jahr in der Teamgeschichte. McRae beendete die Saison mit drei Siegen als Vizemeister hinter Subaru-Mann Richard Burns, Ford belegte knapp hinter Peugeot Rang zwei in der Herstellerwertung. Nach der Saison 2002, die das Team ebenfalls als Zweiter in der Herstellerwertung abschloss, verließen die beiden Zugpferde McRae und Sainz das Team.

Zum Start der Saison 2003 präsentierte Ford mit dem Esten Mako Märtin und dem Belgier Francois Duval nicht nur zwei neue Piloten sondern auch das neue Focus-Modell. Die neuen Besen kehrten zunächst noch nicht so gut. Nur zwei Siege bei der Akropolis und in Finnland für Märtin standen jede Menge Ausfälle gegenüber. Hinter Citroen, Peugeot und Subaru beendete Ford das Jahr nur als WM-Vierter.

Keine Chance gegen Loeb

2004 waren Auto und Fahrer deutlich zuverlässiger und es reichte wieder für den zweiten Platz in der Konstrukteursmeisterschaft. Nach der Saison verließen die beiden Stammpiloten allerdings das Team. Mit Toni Gardemeister und Roman Kresta wurde zwar schnell Ersatz gefunden, Siege gab es aber zunächst nicht mehr zu feiern.

Erst 2006 kam die Mannschaft von Malcolm Wilson wieder in Schwung. Der zweifache Weltmeister Marcus Grönholm wurde zusammen mit seinem jüngeren Landsmann Mikko Hirvonen verpflichtet, was sich sofort mit besseren Resultaten bezahlt machte. Grönholm gewann sieben Rallye-Läufe, musste sich am Ende allerdings um einen Punkt gegen Sebastien Loeb geschlagen geben. Dafür konnte das Team immerhin den ersten Konstrukteurstitel für Ford seit 27 Jahren feiern.

Neuer Anlauf mit dem Fiesta WRC

Auch 2007 wurde es in der Fahrer-Wertung wieder eng zwischen Loeb und Grönholm, aber erneut hatte der Ford-Pilot am Ende knapp das Nachsehen. Dank eines stark verbesserten Mikko Hirvonen auf Rang drei konnte aber immerhin der Team-Titel verteidigt werden. Nach dem Rücktritt Grönholms besetzte Nachwuchsmann Jari-Matti Latvala 2008 das zweite Cockpit. Schon beim zweiten Saisonlauf in Schweden zeigte der Finne sein Talent und gewann seine erste Rallye. Gegen die zehn Rallye-Siege von Sebastien Loeb blieb das Ford Duo allerdings erneut chancenlos.

2009, 2010 und 2011 verliefen für das Team von Malcolm Wilson nicht nach Wunsch. Seine Finnen belegten zwar jeweils Rang zwei in der Fahrer-WM, die Titel gingen allerdings erneut an Citroen. Daran änderte auch der neue Fiesta WRC nichts, der den großen Focus in Rente schickte. Vor der Saison 2012 wechselte Mikko Hirvonen ins Lager der Konkurrenz. Dafür holte man Petter Solberg zurück ins Werksteam.

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Teamdaten im Überblick
Team-Daten
Gründung: 1997
Anschrift: M-Sport Ltd, Dovenby Hall, Dovenby Cockermouth Cumbria, CA13 0PN, UK
Chassis: Ford Fiesta WRC
Rallye-Debüt: Monte-Carlo 1997
Rallye-Starts: 183
v-Siege: 76
Rallye-WM-Titel: 2
Rallye-WM gefahren: 14
URL: www.wrcford.com
Personal
Teamchef: Malcolm Wilson
Fahrer:
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