Mini ist ein bekannter Name im Rallye-Geschäft. Schon in den sechziger Jahren mischten die kleinen Autos von British Leyland (BLMC) die Rallye-Szene ordentlich auf: Ob Rallye Monte Carlo oder 1.000-Seen-Rallye, ob RAC-Rallye oder Akropolis-Rallye in Griechenland - überall waren die gerade mal 100 PS leistenden und 670 Kilo schweren Mini mit Fahrern wie Rauno Aaltonen, Timo Mäkinen oder Paddy Hopkirk siegreich, und zwar im Gesamtklassement und nicht nur in der Klasse bis 1.000 und später bis 1.300 Kubikzentimeter.
Seit langem ist der britische Traditionshersteller in BMW-Besitz. Beim Comeback in der Rallye-WM aber war ein Brite die treibende Kraft: David Richards, Patron des 350 Mitarbeiter zählenden renommierten Rennsport-Dienstleisters Prodrive aus Banbury nahe Oxford, konnte die BMW-Manager davon überzeugen, dass man durchaus Chancen habe, in der Rallye-WM gegen die Platzhirsche Citroen und Ford zu bestehen.
Beim Mini Countryman WRC vereinbarten Prodrive und BMW Aufgabenteilung: BMW liefert den rund 310 PS starken 1,6-Liter-Turbomotor mit Direkteinspritzung, Prodrive kümmert sich um den Rest, also Konstruktion und Fertigung der WRC-Boliden.
Sordo und Meeke im Cockpit
Als Einsatzfahrer entschied man sich für einen Briten und einen Spanier. Kris Meeke und Dani Sordo gingen für das neue Team in der Premierensaison an den Start. Mit Podiumsplätzen in Deutschland und Spanien machte die Mannschaft Hoffnung auf mehr. Doch Budgetsorgen bringen die Zukunft des Rennstalls in Zweifel.



