Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Armin Schwarz hört auf

Foto: McKlein

Rallye-Fahrer Armin Schwarz hängt zum Ende der Saison 2005 den Helm an den Nagel. Der 42-Jährige will nach mehr als zwei Jahrzehnten als Fahrer im professionellen Rallyesport in Zukunft mehr Zeit für seine Familie haben.

25.08.2005

Ehefrau Petra und die Kinder Tiziana und Fabio werden künftig mehr von Armin Schwarz haben. Als Mit-Initiator des Red Bull-Nachwuchsprojekts bleibt Schwarz der Szene auf jeden Fall erhalten. "Für die Zukunft habe ich mehrere Perspektiven“, orakelt Schwarz. "Ich werde auf jeden Fall die Saison bei Skoda zu Ende fahren“, fügte Schwarz hinzu. "Ich konzentriere mich voll auf die verbleibenden Rallyes. Ich glaube, dass wir noch den einen oder anderen WM-Punkt erobern können.“

Die letzten beiden Jahre verliefen für Schwarz in der Rallye-WM nicht nach Wunsch: Sein Skoda Fabia WRC nervte durch allerlei technische Gebrechen. Die angestrebten Platzierungen in den WM-Punkterängen blieben Mangelware. Schwarz ist seit 14 Jahren der einzige etablierte Werksfahrer aus Deutschland. Der Franke blickt auf eine wechselhafte Karriere zurück.

1987 und 1988 holte Schwarz auf werksunterstützten Audi des Schmidt-Teams jeweils den Titel in der Deutschen Rallye-Meisterschaft. Anfang der neunziger Jahre galt der gelernte Automechaniker als möglicher Nachfolger des zweimaligen Rallye-Weltmeisters Walter Röhrl. Er überzeugte durch enormen Speed, fiel allerdings auch durch eine Menge Ausrutscher und Unfälle auf. In einem Werks-Toyota gewann er 1991 den WM-Lauf in Spanien. Dennoch konnte sich Toyota-Teamchef Ove Andersson nie dazu durchringen, Schwarz für alle WM-Läufe zu benennen.

Nach einem Gastspiel im Werksteam von Mitsubishi holte Schwarz auf einem Toyota Celica 1996 den Titel in der Rallye-Europameisterschaft. Ein Intermezzo im Ford-Team war nur von kurzer Dauer: Nach Sponsor-Streitigkeiten wurde er im Frühjahr 1997 von Teamchef Malcolm Wilson ausgebootet.

Armin Schwarz: "Müller ist der einzige Hoffnungsträger"

Bei Skoda kümmerte sich Schwarz ab dem Spätherbst 1998 um die Entwicklung des Octavia. Platz drei bei der Safari-Rallye 2001 war die bislang beste Platzierung des tschechischen Teams in der WM. 2002 und 2003 arbeitete der gebürtige Franke bei Hyundai. Nach dem Rückzug der Koreaner aus der WM kehrte er zu Skoda zurück. Sein Optimismus in Bezug auf die Konkurrenzfähigkeit des Fabia WRC bewahrheitete sich jedoch nicht.

Eine glückliche Hand bewiesen Schwarz und sein Partner Raimund Baumschlager bei der Auswahl und der Förderung der Fahrer für das von Red Bull finanzierte Nachwuchsprojekt: Sowohl der Österreicher Andreas Aigner wie auch der Deutsche Quirin Müller überzeugten bei ihren bisherigen Einsätzen in der WM. "Aus deutscher Sicht ist Quirin der einzige Hoffnungsträger“, sagt Schwarz. "Ich denke, dass wir mit ihm auch 2006 bei einigen WM-Läufen auftauchen werden.“

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden