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Carlos Sainz tritt zurück

Foto: McKlein

Nach 16 Jahren in der WM verabschiedet sich "El Matador" aus dem Rallyesport. Der zweimalige Weltmeister möchte zukünftig mehr Zeit für seine Familie haben. Mit Sainz verabschiedet sich der rangälteste Superstar aus der Rallye-Szene.

22.10.2004

"Im Moment genieße ich noch jede Rallye", sagt Carlos Sainz vor seinem Abschied. Zwei WM-Läufe bleiben ihm noch, doch nach der Rallye Australien (14.11.) hängt der 42-jährige Madrilene seinen Helm an den Nagel. "Ich möchte zukünftig mehr Zeit mit meiner Familie verbringen", sagt Sainz.

Der WM-Vierte ist der Alterspräsident der Rallye-WM. Sein WM-Debüt gab er 1988. 1990 und 1992 wurde der gelernte Jurist mit Toyota Weltmeister. Sainz errang in seiner 16-jährigen WM-Karriere 26 WM-Siege, mehr als jeder andere Fahrer. Ebenso berühmt wie seine Erfolge sind seine Fehlschläge. Allein vier Mal wurde Sainz Vize-Weltmeister.

Doch auch, wenn er 2003 beim Finale in Wales seine dritte Titel-Chance mit seinem Xsara schon am ersten Tag in den Graben warf und spontan seinen Rücktritt für Ende 2004 erklärte, sah sich Sainz nie als Pechvogel. "Schau dir an, was ich alles erreicht habe, und was für ein privilegiertes Leben ich führe", sagte er.

Dieses Leben ermüdete den Freund von König Juan Carlos zunehmend. Der etwas reisemüde Sainz sprach sich seit Jahren für eine Reduzierung der WM-Läufe aus, stattdessen wurde die Zahl auf mittlerweile 16 erhöht. Mit Citroën-Teamchef Guy Fréquelin verhandelte Sainz zuletzt um ein reduziertes WM-Programm. Fréquelin wollte Sainz behalten, aber nur für ein komplettes WM-Programm. Doch der dreimalige Familienvater antwortete: "Ich muss noch mit meinem anderen Boss sprechen", womit Ehefrau Reyes gemeint war. Was der Besitzer eines Sportclubs in Madrid zukünftig macht, ist bisher unklar.

Fahrerkarussell kommt wieder in Schwung

Mit dem Rücktritt von Sainz kommt das Fahrerkarussell wieder in Fahrt. Da Ford-Pilot Markko Märtin bei Peugeot andockt, ist kein Topmann mehr verfügbar. Die besten Karten hat der Belgier Francois Duval, der durch den möglichen Rückzug von Ford ebenfalls auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz ist.

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