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Citroën weiter in der Rallye-WM

Werksteam macht weiter

Foto: Citroen 23 Bilder

Am Rande des zehnten WM-Laufes verriet die Teamleitung, dass Citroën auch in den kommenden Jahren an er Rallye-Weltmeisterschaft teilnehmen wird.

17.09.2012

Der fünfte Fahrer- und Markentitel ist so gut wie unter Dach und Fach, und dennoch hing über der erfolgsverwöhnten Rallye-Werksmannschaft von Citroën angesichts der wirtschaftlichen Schieflage des Konzerns das Damokles-Schwert eines Ausstiegs. Noch im Juli in Finnland mochte Markenchef Frédéric Banzet das Verbleiben der Franzosen in der WM nicht bestätigen.

Doch eine Woche vor dem Automobilsalon in Paris, wo die Franzosen ihr nächstjähriges Programm bekanntgeben, trug Motorsport-Direktor Yves Matton eine entspannte Miene zur Schau. Citroën Racing wird weiter an der Rallye-WM teilnehmen und das nicht nur 2013, sondern für mehrere Jahre.

"Es war nicht einfach und ein langer Prozess, aber ich war immer optimistisch", sagt Matton. Dennoch gibt der Belgier zu, dass das plötzliche und unerwartete Aus im Le-Mans-Programm der Konzernschwester Peugeot seine Nerven durchaus auf die Probe gestellt habe. Doch trotz möglichem Gewerkschaftsdruck angesichts von Tausenden gefährdeten Arbeitsplätzen geht das Sportprogramm weiter. In Versailles stand ein Großteil der 190 Jobs auf dem Spiel.

Citroën verlängert WRC-Programm

"Bei Citroën gibt es einige gute Gründe, dass man anders verfahren hat als bei Peugeot", sagt Matton. So versucht der PSA-Konzern gerade, die zuvor eher mickrige Schwester von Peugeot durch fesches Design und sportliches Image einer jüngeren Käuferschicht schmackhaft zu machen und das mit Erfolg. Von zuvor rund 30 Prozent kletterte der Citroën-Anteil der verkauften Autos im PSA-Konzern zuletzt auf 45 Prozent.

Allerdings sind Matton und sein Vorgesetzter Banzet immer noch auf der Suche nach Geld. Voraussetzung für das Überleben der Sportabteilung in Satory bei Versailles ist, dass mindestens 40 Prozent des Budgets von Sponsoren und anderen Einnahmequellen stammen. Im Gespräch ist eine stärkere Beteiligung durch das Emirat Katar, das bereits Citroën-Fahrer Nasser al Attiyah sponsert.

Budget noch nicht gesichert

Zudem will Citroën mit dem Verkauf von Kundenautos Geld verdienen. Eine Super-2000-Version des Rallye-DS3 ist bereits in Arbeit. Mit Peugeot zusammen entwickelt man Autos nach dem ab 2013 geltenden R5-Reglements. Matton gibt zu: "Bisher haben wir das Budget noch nicht zusammen."

Der WM-Zweite Mikko Hirvonen hat für 2013 einen Vertrag. Ob Citroëns Sport-Ikone Sébastien Loeb, der kurz vor dem neunten WM-Titelgewinn steht, seine Karriere fortsetzen wird, ist noch nicht bestätigt. Erst in Paris will man die Katze aus dem Sack lassen. Technik-Chef Xavier Méstelan gibt zumindest einen Hinweis: "Wir werden nicht nur 2013 am Start sein, sondern auch mit sehr starken Fahrern."

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