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Das zweite Debakel von Cordoba

Foto: McKlein 43 Bilder

Weltmeister Sébastien Loeb und drei seiner Kollegen fühlen sich von der FIA ungerecht behandelt. Weil sie zur Belustigung des Publikums in Argentinien mit ihren Autos einige Kringel drehten, verdonnerte sie die Sportbehörde zu empfindlichen Geldstrafen.

03.05.2006

Das Fußballstadion von Cordoba ist und bleibt einfach ein Unglücksort. 28 Jahre, nachdem die deutsche Fußballnationalmannschaft bei der WM in Argentinien gegen Österreich ausschied, ist die Arena im argentinischen Hochland wieder ein Ort des Lamentierens.

Mit rund 40.000 Zuschauern war das Stadion gut gefüllt. Der Veranstalter des argentinischen WM-Laufes bat die WM-Stars vor ihrer Überwuerung der Zielrampe doch zur Belustigung des Publikums beizutragen und einige Donuts zu drehen. Unter den Augen der FIA-Observer ließen sich Weltmeister Sébastien Loeb, Gigi Galli, Manfred Stohl und Daniel Sordo zu dem Kunststück verleiten, bei dem der Fahrer sein Auto mit durchdrehenden Rädern mehrmals auf der Stelle dreht und am besten noch aus dem Seitenfenster winkt.

Fahren unter Bewährung

Die Quittung folgte später. Alle vier Fahrer wurden zu 10.000 Dollar Geldstrafe verdonnert, denn Donuts sind, um die Sicherheit der Zuschauer nicht zu gefährden, streng verboten. Doch es kommt noch besser: Die Delinquenten fahren nun unter Bewährung. Sollten sie sich also beim kommenden WM-Lauf in Sardinien einer weiteren Regelwidrigkeit schuldig machen, droht ihnen die Disqualifikation.

Das Verständnis und die Reue der Akteure hielt sich in Grenzen. "Warum sollte ich etwas bereuen?" echauffierte sich Gigi Galli gegenüber der "Gazetta dello Sport". "Mal abgesehen davon, dass uns die Streckenposten darum gebeten haben, ein bisschen zur Show beizutragen, kann ich nichts daran finden die Leute mit ein paar absolut sicheren Kunststückchen zu unterhalten", schimpft der Italiener.

Manfred Stohl: Rasur mit den Außenspiegeln

Der viertplatzierte Manfred Stohl stößt ins gleiche Horn: "Das ist kompletter Blödsinn. Während der Super Special fliegst du mit 120 Sachen so nah am Publikum vorbei, dass du sie mit den Außenspiegeln rasieren könntest, und dann kommen die mit so einer Nummer."

Der Vorfall ist bei weitem nicht der erste, und sicher nicht der letzte dieser Art. Erst vor einem Monat wurde der Tscheche Tomas Enge wegen seines Übermuts nach seinem Sieg beim A1-GP in Shanghai für das gleiche Vergehen zur Rechenschaft gezogen.

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