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Ford-Doppelsieg in der Türkei

Foto: McKlein 39 Bilder

In Abwesenheit des verletzten Sébastien Loeb wehrte Marcus Grönholm bei der Rallye Türkei (13. bis 15.10.) den ersten Matchball des Tabellenführers ab. Loeb-Vertreter Colin McRae machte keine glückliche Figur, Ford hat in der Marken-Wertung die Führung übernommen.

16.10.2006 Markus Stier

Unbeeindruckt von einem schweren Herbsteinbruch im Taurusgebirge westlich von Antalya fuhr Ford-Pilot Marcus Grönholm in der Türkei seinen fünften Saisonsieg ein. Am Mittwoch hatte ein Sturm diverse Zelte auf dem Serviceplatz weggerissen, anschließend verwandelten schwere Regenfälle einige Prüfungen in reine Schlammbäder.

Drei von 19 Wertungsprüfungen mussten wegen Unbefahrbarkeit gestrichen werden. Grönholm schwamm ohne Panne und ohne Fehler durch die Fluten und siegte am Ende mit komfortablen 2:24 Minuten Vorsprung vor Teamkollege Mikko Hirvonen, der zum fünften Mal in sechs Rallyes das Podium erklomm. Mit dem Doppelsieg drehte Ford erstmals seit dem Frühjahr die Situation in der Marken-Wertung um. Aus sieben Punkten Rückstand machte Malcolm Wilsons Mannschaft einen Acht-Punkte-Vorsprung.

Kronos-Citroën wehrlos

Ohne den wegen eines Armbruchs verletzten Sébastien Loeb war die bisher mit acht Saisonerfolgen so verwöhnte Kronos-Mannschaft wehrlos. Vertreter Colin McRae konnte bei seinem Comeback nur selten die Zeiten der Spitze mitfahren. Zudem warf eine unglückliche Reifenwahl den Schotten mehrmals zurück. Ein überhitzter Motor machte dem Auftritt auf der letzten Prüfung ein Ende.

Auch Jungstar Dani Sordo kam bei seinem ersten Türkei-Auftritt unter den schwierigen Bedingungen über Platz sieben nicht hinaus. Bester Citroën-Mann war ausgerechnet sein Landsmann Xavier Pons, den Teamchef Marc van Dalen im Sommer im Kampf um die Markenwertung aussortierte. Pons fuhr auf Platz vier.

Solberg wirft Rang zwei weg

Der einzige Gegner, den Marcus Grönholm bei der vorerst letzten Türkei-Rallye im WM-Kalender zu fürchten hatte, war Petter Solberg. Die Rallye lag der 2006 so arg gebeutelten Subaru-Truppe und den Pirelli-Reifen. Doch am Ende des zweiten Tages traf Solberg einen Stein und rutschte in einen Graben. Er beendete die Rallye als 13. "Danke", sagte stattdessen Bruder Henning Solberg, der im Peugeot mit Rang drei sein bisher bestes WM-Resultat feierte.

Einen Steintreffer hatte auch Harri Rovanperä im Red Bull-Skoda zu verzeichnen. Der Finne wurde Elfter hinter Teamkollege Andreas Aigner, dem mit einer viertschnellsten Zeit ein Achtungserfolg gelang. Abgesehen vom für die Fahrer punktelosen Abschied von der Türkei war Teamchef Raimund Baumschlager glücklich, dass seine beiden Autos das Ziel in Kemer sahen. Die nach dem frühen Ausfall in Zypern noch als angeschlagen vermuteten Motoren hielten die Rallye Türkei klaglos durch.

Endergebnis:

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