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Ford Fiesta S2000: Der Rallye-Fiesta bläst zum weltweiten Angriff

Ford Fiesta S2000 Rallye

Die mit den Ford-Rallyeeinsätzen betraute Firma M-Sport stellte am Mittwoch, 18.11., den neuen Ford Fiesta S2000 vor, der 2010 bei nationalen und internationalen Rallyes an den Start gehen wird. Angetrieben wird der Allradler von einem Zweiliter-Saugmotor mit 284 PS.

M-Sport-Chef Malcolm Wilson ließ es sich nicht nehmen, den neuen Rallyeboliden für den Kundensport am Firmensitz im britischen Cumbria selbst zu enthüllen. Auch Ford-Europa-Motorsportchef Gerard Quinn war bei der Präsentation vor Ort.

Der Ford Fiesta S2000 startet am Wochenende bei der Rallye Schottland

Neun Monate Entwicklung stecken in dem potenten Kleinwagen, den M-Sport unter Federführung von Technikchef Christian Loriaux, Chefdesigner Anthony Brinkman sowie Testchef Chris Gray auf die Räder gestellt hat. Während dieser Zeit spulte der Ford Fiesta S2000 rund 3.000 Testkilometer in Großbritannien und Kontinentaleuropa ab. Das Testprogramm wird auch in den kommenden Monaten weitergehen, bevor im Januar 2010 die Homologation des Rallyeboliden ansteht. Bereits am kommenden Wochenende wird der Ford Fiesta S2000 beim Saisonabschluss der IRC, der Rallye Schottland als Vorausfahrzeug an den Start gehen.

Ab 2010 wird der als Kundensport-Fahrzeug konzipierte Allradler dann in diversen nationalen und internationalen Rallyes antreten. Seine Jagdgebiete sind unter anderem die IRC sowie der neu ausgeschriebene S2000 World Cup. Angetrieben wird der 3,96 Meter kurze Ford Fiesta S2000 von einem Zweiliter-Saugmotor mit rund 284 PS. Die Gänge werden über ein sequenzielles Getriebe sortiert. Das maximale Drehmoment von 260 Newtonmeter liegt bei 6.500 Touren an. Bis März 2010 will M-Sport 20 Fahrzeuge bauen. Innerhalb der nächsten zwölf Monate sollen insgesamt 50 Fahrzeuge die heiligen Hallen des Rallye-Teams verlassen. Den genauen Preis will M-Sport in Kürze verraten.

Bei der Chassis-Form arbeitete M-Sport eng mit der Ford-Designabteilung zusammen, um dem kleinen Rallyeboliden einen aggressiven Auftritt zu verpassen und das typische "Kinetic-Design" beizubehalten. Bei der Entwicklung des Fiesta konnte die Truppe von Malcolm Wilson auf die lange Erfahrungen zurückgreifen, die man seit dem ersten Rallye-Engagement mit Ford in den 90er Jahren sammelte. Neben dem neuen Ford Fiesta S2000 setzt M-Sport in der World Rally Championship (WRC) diverse Ford Focus WRC ein. Mitte des Jahres präsentierte das Team mit dem Ford Fiesta R2 bereits den kleineren Bruder des Fiesta S2000, der als Fahrzeug für den Rallye-Breitensport konzipiert wurde.

Ford Fiesta S2000: Fords erstes globales Rallyeauto

Malcolm Wilson ließ anlässlich der Präsentation des S2000 verlauten: "Dies ist das erste globale Rallyeauto für Ford und für M-Sport. Wir haben eng mit Ford zusammengearbeitet. Dabei war der Fiesta die perfekte Basis."

Technikchef Christian Loriaux zeigte sich erleichtert: "Es ist ein fantastisches Gefühl, das Auto heute der Weltöffentlichkeit zu präsentieren, nach all der harten Arbeit und dem Testen hinter verschlossenen Türen. Dass die Entwicklung des Fiesta S2000 in so kurzer Zeit gelungen ist, war ein Ergebnis perfekter Teamarbeit. Mit der bisherigen Performance des Fahrzeugs bin ich überaus zufrieden. Es wird spannend, wie sich der Fiesta S2000 im Wettbewerb schlägt."

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Manuel Dohr

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