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Ford plant Super 2000-Auto

Foto: McKlein 43 Bilder

Nach dem WRC-Titel strebt Ford nun auch in die zweite Rallye-Liga. Ford-Sportchef Jost Capito gesteht, dass er bereits erste Berechnungen für ein Projekt nach dem neuen Super 2000-Reglement anstellen lässt.

21.11.2006 Markus Stier

Die Zweiliter-Saugmotorformel mit Allradantrieb ist ab 2007 in der Produktionswagen-WM, der Europameisterschaft und in diversen Landesmeisterschaften zugelassen. Weil die Sporthoheit FIA die Super 2000-Autos wegen der geringeren Kosten favorisiert, sind vielerorts die World Rally Cars verboten. Die Aktiven schauen sich nach neuen Sportgeräten um.

Der aktuellen Nachfrage will auch Ford nachkommen. Sportchef Jost Capito gestand während der Rallye Neuseeland, dass er bereits eine Machbarkeitstudie unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten bei seinem Werksteam M-Sport in Auftrag gegeben hat. "Die Entscheidung hängt davon ab, ob so ein Projekt profitabel sein kann", sagt Capito und fügt an: "Wir wissen noch nicht, welches Auto am geeignetsten wäre."

Hohe Nachfrage, geringes Angebot

Abgesehen von einem Fiat Grande Punto in der EM und einigen VW Polo und Toyota Corolla in der südafrikanischen Meisterschaft sowie ein paar Prototypen bei Peugeot existieren noch keine Autos für die 2007 erstmals für Super 2000 ausgeschriebene IRC, die unabhängig von der Rallye-WM mit Hilfe von TV-Sender Eurosport aus der Taufe gehoben wird.

Da die Sporthoheit FIA sich nur Häppchenweise auf konkrete Einzelheiten des neuen Regelwerks einigen kann, ist die Entwicklung verzögert worden. Zur Zeit herrschen große Lieferschwierigkeiten. Allein bei der Präsentation des neuen Super 2000-Polo meldeten sich Dutzende Interessenten.

Schwächer und billiger

Die Super 2000-Kategorie genießt beim Entwurf des Chassis weitgehen die gleichen Freiheiten wie die WRC, doch Turbo-Technik ist verboten und beim Allradantrieb ist teilweise Einheitstechnik vorgeschrieben, um die Kosten zu drücken. Die Zweiliter-Saugmotoren leisten etwa 280 PS, sind gegenüber den 1.230 Kilogramm schweren und 330 PS starken WRC aber um etwa 150 Kilo leichter.

Die Super 2000-Autos sollen nach den Wünschen der FIA keine 200.000 Euro kosten (für ein neues WRC sind bis zu 700.000 Euro zu berappen). Tatsächlich wird ein konkurrenzfähiger Super 2000 schon jetzt mit mindestens 230.000 Euro taxiert, weitere Steigerungen sind programmiert.

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