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Italien-Rallye

Solberg auf Subaru dominiert

Foto: McKlein

Drei Bestzeiten am ersten Tag der Italien-Rallye reichten Petter Solberg auf Subaru, um die Führung zu übernehmen. Marcus Grönholm setzte sich mit seinem Peugeot 307 auf den zweiten Platz. Sebastien Loeb, der Führende in der Fahrer-WM-Wertung, wurde mit gehörigem Rückstand unerwartet nur Dritter. Armin Schwarz kam als Elfter ein.

01.10.2004

Es war heiß am Freitag (1.10.) ersten Tag auf der Mittelmeerinsel Sardinien, die Pisten präsentierten sich trocken und staubig unter einem klarblauen Himmel. 67 Teams machten sich - nach dem gestrigen Zeremonien-Start im Millionärs-Ferien-Zentrum von Porto Cervo - am Morgen um 8.30 Uhr auf in die ersten sechs Sonderprüfungen der Rallye. 402,46 Kilometer waren zu absolvieren, davon 158,56 Kilometer Sonderprüfungen.

Solberg dominiert, erster Skoda out

Zwei Bestzeiten zum Auftakt für Petter Solberg, sehr souveräne Zeiten vom Subaru-Piloten gleich zur Einstimmung: Der derzeit Punktbeste, Sebastien Loeb (Citroen) - der als Erststarter das Handikap besonders lockeren Schotters auf den Pisten hatte - verlor auf den 28 Kilometern der ersten Sonderprüfung über eine halbe Minute auf den Norweger, pro Kilometer also über eine Sekunde. "Ich wollte kein Risiko eingehen, habe mich rangetastet. Vielleicht waren auch meine Reifen zu hart“, sagte Loeb.

Den anderen Stars ging es kaum besser: Markko Märtin (Ford) gab fast 20 Sekunden ab, Marcus Grönholm und Harri Rovanperä (Peugeot) über 20 Sekunden. "Ich mag die Pisten nicht, das Auto liegt mir nicht, aber ich drücke, um den Kontakt zu Loeb nicht zu verlieren“, resümierte Grönholm Carlos Sainz (Citroen) und Francois Duval (Ford) hatten 26 Sekunden Rückstand. "Ich habe links einen Baum gerammt“, erklärte Sainz sein Zeitkonto. Armin Schwarz, sehr gebeutelt von schwerer Grippe, brachte seinen Skoda ins Ziel - mit fast 50 Sekunden Rückstand schon nach der ersten Wertungsprüfung. Gar nicht ins Ziel kam sein Fabia-Kollege Toni Gardemeister: Er musste vor dem Start Kupplungsprobleme heilen, holperte drei Minuten zu spät los und tat seinen Wagen ins Aus.

Auch in der zweiten Wertungsprüfung gab sich Solberg Bestzeit - war allerdings nur 0,7 Sekunden schneller als Grönholm (Peugeot). Loeb (Citroen) als Dritter verlor 3,4 Sekunden auf ihn, landete als Siebter im Gesamtklassement und lag nach 55 Kilometern schon über 35 Sekunden hinter dem Leader. Vor dem Elsässer platzierte sich die gesamte Elite: Rovanperä (Peugeot) war Dritter und klagte: "Leider flog ich in der driotten Wertungsprüfung raus und würgte den Motor ab. Dann irritierten mich noch ein paar Warnlichter im Armaturenbrett.“ Hinter Harri fuhr Märtin vor Duval, beide auf Ford, gefolgt von Citroen-Pilot Sainz. Schwarz (Skoda) war Neunter, mit über 1.22 Minuten Rückstand. Und Juuso Pykälisto legte den ihm überlassenen neuen Citroen Xsara brutal ab.

Bestzeit in der dritten Wertungsprüfung lieferte Loeb - er schob sich damit hinter Grönholm und Märtin auf den vierten Platz vor. Aber: Vom Ersten trennten ihn schon über 33 Sekunden. Spitzenreiter Solberg hatte, nicht anders als sein Subaru-Kollege Hirvonen, Probleme mit einem überhitzenden Motor - ein Kühler war defekt geworden. Hirvonen versuchte, aufgetretenen Getriebeärger selbst zu beheben, überzog aber die Zeit und erreichte den Mittagsservice nicht. Armin Schwarz hielt sich gesundheitlich angeschlagen weiter auf Platz 11: "Bei der dritten Spezialen hatte ich hinten keine Bremsen mehr.“

Grönholm wie in seinen besten Zeiten

Zwei der härtesten Gegner um den diesjährigen Fahrer-WM-Titel - Loeb (Citroen) und Solberg (Subaru) - schlugen in der ersten Wertungsprüfung nach dem Mittagsservice zu: Grönholm fuhr seine erste Bestzeit, sein Peugeot-Teamkollege Rovanperä wurde Zweitschnellster. Solberg (Subaru) und Loeb (Citroen) schlossen mit Abstand auf - 7,9 beziehungsweise 8,2 Sekunden dahinter. Märtin (Ford), Sainz (Citroen) und Duval (Ford) folgten - Schwarz brachte seinen Skoda auf einen 11. Platz. Er lag damit schon 2.36 Minuten hinter dem Führenden der Gesamtwertung.

Grönholm (Peugeot) gab auch in der vorletzten Sonderprüfung des Tages wieder mehr Gas als Leader Solberg (Subaru) und konnte seinen Abstand zum Top-Mann bis auf 23 Sekunden verringern. Solberg war allerdings nur 0,3 Sekunden langsamer, der hinter ihm einkommende Loeb (Citroen) nur 0,9 Sekunden. Während das Spitzentrio im Ein-Sekunden-Abstand fightete, folgte der Rest in gebührendem Abstand: Sainz vor Rovanperä, dann Märtin vor Duval - Schwarz rollte im Skoda fast eine Minute hinterher. Solberg (Subaru) fuhr auf der letzten Spezialen des Tages seine dritte Bestzeit, Loeb (Citroen) kam nur 0,5 Sekunden hinter ihm ein. Infolge seiner eher schlechten Zeiten zum Tagesauftakt kam der Franzose allerdings nur auf einen dritten Platz im Gesamtklassement - ein klug fahrender Grönholm (Peugeot) platzierte sich vor ihm. Mit einer drittschnellsten Zeit in der letzten Wertungsprüfung sicherte sich Sainz (Citroen) einen schönen vierten Platz vor den zwei Ford-Piloten Markko Märtin und Francois Duval.

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