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Italien-Rallye

Solberg auf Subaru ohne Gegner

Foto: McKlein

Am Samstag (2.10.) verteidigte Petter Solberg mit sechs Bestzeiten in sieben Prüfungen seine Führung bei der Rallye Italien. Hinter ihm sicherten sich die Citroen-Piloten Sebastien Loeb als Zweiter und Carlos Sainz als Dritter die folgenden Plätze.

02.10.2004

Strahlend heißes Sommerwetter über trockenen, staubigen Pisten - so präsentierte sich auch der zweite Tag der Rallye auf der Insel Sardinien. Nur noch 49 von anfangs 67 Teams machten sich nach dem gestrigen, sehr ruppigen Auftakt am Morgen um 6.30 Uhr auf in den längsten Tag der Veranstaltung. Sieben Sonderprüfungen von 147,99 Kilometern Länge waren zu fahren, 521,92 Kilometer insgesamt standen an.

Solberg regiert, Peugeot und Skoda out

Petter Solberg aufs Schönste, wie schon am ersten Rallyetag: Zwei Bestzeiten hintereinander zum Auftakt für den Norweger im Subaru. “ Ich fahre noch nicht mal volle Attacke, mir gefällt es einfach hier“, erklärte Solberg. Und zweimal deutlich dahinter Peugeot-Speerspitze Marcus Grönholm, der insgesamt 5,2 Sekunden verlor. Mehr allerdings musste der Führende in der Fahrerwertung, Sebastien Loeb auf Citroen, abgeben: Solberg fuhr ihm um 12,2 Sekunden davon. Der Abstand des Franzosen zur Spitze betrug nach den ersten beiden Sonderprüfungen schon 47 Sekunden. “Mein Job ist es, die Rallye hier gut zu beenden. Ich lasse mich nicht aus meinem Rhythmus bringen“, sagte Loeb. Die beiden Folgenden - Carlos Sainz (Citroen) und Markko Märtin (Ford) - lagen rund eineinhalb Minuten zurück, Duval (Ford) – mit schief stehendem Hinterrad rechts nach Felsberührung - und Rovanperä (Peugeot) jeweils über zwei Minuten. Schwarz (Skoda) musste den letzten Fabia abstellen. “Zuerst habe ich eine Spurstange gewechselt, dann bin ich über einen Brocken und habe den Querlenker verbogen. Der riss dann auf der Verbindungsstrecke ab“, gab Schwarz nach seinem Ausscheiden zu Protokoll.

In der dritten Sonderprüfung des Tages rückten die beiden Titelkandidaten Solberg (Subaru) und Loeb (Citroen) zwar nicht wirklich näher aneinander - der Abstand von Loeb zu Solberg an der Spitze wuchs nach der dritten Bestzeit des Norwegers hintereinander an diesem Tag auf über 55 Sekunden an - aber sie verloren ihren härtesten Gegner Marcus Grönholm: Der Peugeot-Pilot Nr. 1 schleppte sich mit Turbo-Problemen durch die 34,21 Kilometer lange Prüfung und fing 23 Minuten. Peugeots Nr.2, Harri Rovanperä, fiel ganz aus: Wieder einmal verreckte das Getriebe an seinem Wagen. Die beiden Ford von Märtin und Duval konnten sich gegenüber den drei Spitzenleuten nicht profilieren - Duval nicht wegen eines kleinen Ausritts und Märtin nicht wegen eines Plattfusses und einer Kollision mit einem Bäumchen.

Solberg und kein Ende

Mit einer weiteren Bestzeit - seiner vierten am Samstag - eröffnete Solberg (Subaru) den Reigen der vier letzten Sonderprüfungen des Tages. Sein Tempo konnte keiner halten: Sainz (Citroen) verlor 3,7 Sekunden, der im Klassement als 19. platzierte Grönholm (Peugeot) vier, Loeb (Citroen) sogar 5,3 Sekunden. Damit fiel der Franzose an zweiter Stelle im Gesamt auf über eine Minute hinter den Ersten zurück.

In der nächsten Sonderprüfung zeigte der weit abgeschlagene Grönholm mit der Topzeit wieder einmal alte Größe – dennoch völlig irrelevant in seiner Situation. Zwar verdarb er damit Solberg die Chance, sämtliche Sonderprüfungen dieses Tages zu gewinnen, aber: Solberg war erneut schneller als Loeb. Das war kein Wunder, denn der Norweger startete immer zwei Wagen hinter dem Franzosen und konnte so sein Tempo je nach den von Loeb vorgelegten Zwischenzeiten, die ihm per Funk durchgesagt wurden, variieren. Solberg (Subaru) dominierte auch die vorletzte Sonderprüfung des Tages, war erneut 1,8 Sekunden schneller als Loeb (Citroen), der hinter Grönholm (Peugeot) und Märtin (Ford) nur als Viertschnellster die Mini-Distanz von 9,06 Kilometern hinter sich brachte.

Solberg holte sich auch die letzte Top-Zeit des Tages, vor Loeb, Grönholm und Märtin (Ford), der sich dem drittplatzierten Carlos Sainz bis auf 2,9 Sekunden näherte. Zu erwarten ist für die morgigen sechs Sonderprüfungen ein schöner Kampf um den dritten Podiumsplatz zwischen Sainz und Märtin. An der Spitze dürfte sich morgen nicht mehr viel Kämpferisches tun: Loeb hat von Citroen-Sportchef Guy Frequelin den Auftrag, sicher auf Punkte zu gehen, er wird also den führenden Petter Solberg, der immerhin über 1.11 Minuten vor ihm liegt, nicht angreifen. Und Solberg wird den in der Punktewertung Führenden kontrollieren.

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