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Jari-Matti Latvala

"Der dümmste Fehler meiner Karriere"

Rallye Polen 2009 Foto: McKlein 38 Bilder

Die letzte Prüfung der Rallye Polen wird Ford-Talent Jari-Matti Latvala so schnell nicht vergessen. Anstatt den zweiten Platz für das Team gemütlich nach Hause zu fahren, crashte der Finne seinen Focus WRC in die Leitplanke.

29.06.2009 Tobias Grüner

Nur über zweieinhalb Kilometer führte die letzte Spaß-Prüfung "Mikolajki". Hier wollten die Rallye-Asse den begeisterten polnischen Zuschauern noch einmal ihr Können demonstrieren, um sich anschließen feiern zu lassen. Doch daraus wurde für Jari-Matti Latvala nichts.

Latvala wirft Doppelsieg weg

53 Sekunden Vorsprung hatte sich die Ford-Nummer 2 vor dem Finale auf den besten Citroen von Dani Sordo herausgearbeitet. Doch dann touchierte der Focus-Pilot eine mit Sand gefüllte Begrenzungstonne, wurde ausgehebelt und landete frontal in der Leitplanke. Die Lenkung seines Sportgeräts hatte nachgegeben und machte eine kontrollierte Weiterfahrt unmöglich.

"Das war der dümmste Fehler, den ich in meiner Karriere gemacht habe", jammerte Latvala anschließend. Der Lapsus kostete dem Finnen nicht nur Rang zwei und Ford den Doppelsieg, sondern spülte Titelkonkurrent Loeb auch noch einen Platz im Endklassement nach vorne. "Ich habe das gesamte Ford-Unternehmen enttäuscht", entschuldigte sich der sichtlich betroffene Nachwuchsmann.

Nicht der erste Fehler

Der Fehler war nicht der erste in dieser Saison. Schon mehrfach fiel Latvala durch Ausrutscher auf, die das Team wertvolle Punkte kostete. Mit der Blamage auf den letzten Metern schien das Maß voll zu sein: "Ich würde verstehen, wenn das Team nicht mehr mit mir weitermachen will", befürchtete Latvala das Schlimmste.
 
Auch Teamboss Malcolm Wilson, der mit der Champagnerflasche in der Hand zusah, wie sein Schützling in die Leitplanke abbog, fand zunächst keine Worte: "Es war ein Schock für uns alle. Wir wollten eigentlich den Doppelsieg feiern und dann löste sich die tolle Arbeit der letzten drei Tage vor unseren Augen in Luft auf." Auch der Teamchef beschrieb den Fehler als den größten in Latvalas Rallye-Laufbahn.

Letzte Chance in Finnland

Trotzdem will der Ford-Rennleiter seinen Fahrer noch nicht aufgeben, auch wenn dessen Lernprozess etwas länger als erwartet ausfällt. Schon bei der nächsten Rallye in Finnland soll der Brillenträger wieder hinter dem Steuer eines Ford sitzen. Dann sollte der Youngster allerdings etwas konzentrierter zu Werke gehen.

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