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Krach bei Panizzis, Rovanperä übernimmt

Foto: McKlein

Gilles Panizzi wirft bei Red Bull-Skoda die Brocken hin, Bruder Hervé will zurücktreten, und Harri Rovanperä übernimmt den frei gewordenen Fabia. Der Finne tritt bereits in Korsika (7. bis 9.4.) für das Team von Raimund Baumschlager und Armin Schwarz an.

30.03.2006 Markus Stier

Nach der Rallye Spanien hatte Gilles Panizzi die Nase voll und erklärte Teammanager Armin Schwarz, dass er den Red Bull-Skoda nicht mehr fahren werde. "Schlaf erst mal drüber", sagte Schwarz, aber Panizzi war nicht umzustimmen. Kurz danach erklärte sein Beifahrer und Bruder Hervé seinen Rücktritt vom Rallyesport.

Die Panizzi-Brüder halten sich bedeckt, was während der Spanien-Rallye vorfiel, so kann Armin Schwarz nur spekulieren: "Da hat es wohl richtig geknallt." Auffällig ist, dass Panizzi am letzten Rallye-Tag auf Rang acht beachtliche Zeiten fuhr - bis zur vorletzten Prüfung. Panizzi haderte zwischenzeitlich mit einem leicht defekten Reifen und veränderte die Abstimmung seines Fabia auf den letzten Prüfungen.

Plötzlich verlor der Franzose zweieinhalb Sekunden pro Kilometer auf die Spitze. "Das ist ungefähr das Tempo, was du auf Sicht fahren kannst," sagt Schwarz. Die naheliegendste Erklärung: Bruder Hervé stellte nach einem Streit das Vorlesen des Aufschriebs ein.

Sondergenehmigung für "Dirty Harri"

Ab sofort übernimmt Harri Rovanperä das verwaiste Red Bull-Cockpit. "Wir waren mit den Verhandlungen schon ziemlich weit", verrät Schwarz. Rovanperä hätte ab der Rallye Italien (19. bis 21.5.) alle Schotter-Rallyes für Red Bull fahren sollen, doch erst musste eine Sondergenehmigung der FIA eingeholt werden. Teams, die in der M2-Herstellerwertung fahren, dürfen eigentlich keine Top-Fahrer beschäftigen. Am Donnerstag (30.3.) erteilte die Sportbehörde dennoch ihren Segen, denn alle Konkurrenten hatten zuvor zugestimmt, dass "Dirty Harri" fahren darf.

Der routinierte Finne, der auf festem Belag nie zu den Besten zählte, hat nur einen kurzen Testtag am Montag (3.3.), um sich an den Fabia zu gewöhnen, dann beginnt bereits das Kosika-Training. "Da kann Harri fahren, wie er will. Es ist bloß ein Test für Sardinien." Nach dem Asphaltgeschlängel durch die korsischen Berge darf Rovanperä dann den Fabia ausgiebig auf Schotter ausprobieren.

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