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Märtin sauer auf die FIA

Foto: McKlein 33 Bilder

Markko Märtin sieht die Schuld für seinen schweren Unfall in Argentinien bei der Sportbehörde FIA. Zum wiederholten Mal kritisiert der Este das seit 2004 geltende Verbot von Schotterspionen.

23.07.2004

Seit die sogenannten "Gravel Crews" nicht mehr vor den Topstars über die Prüfungen fahren, um den Streckenzustand zu prüfen, mault Ford-Star Markko Märtin über das seiner Meinung nach heraufbeschworene Sicherheitsrisiko. Der Este gibt die Schuld an seinem schweren Unfall in Argentinien der FIA.

"Ich verstehe die FIA nicht. Wollen sie einen Fahrer umbringen, oder wollen sie, dass wir bei einm Abflug erst zehn Zuschauer töten, bevor sie uns zuhören. Dieser Unfall zeigt unmissverständlich, dass wir die Gravel Crews aus Sicherheitsgründen brauchen", schimpfte Märtin gegenüber der britischen "Autosport".

Märtin wich beim vergangenen WM-Lauf in Argentinien bei Temo 170 einem Stein aus und überschlug sich mit seinem Ford Focus vorwärts. Er meint, mit einem korrigierten Streckenaufschrieb wäre der Unfall vermeidbar gewesen: "Ich war auf der falschen Seite der Straße. Das war schon das vierte Mal, dass meine Leistung in dieser Saison darunter leidet, dass es keine Gravel Crew mehr gibt."

Inkompetente Funktionäre?

Märtin, der eine Gehirnerschütterung erlitt, weiß noch nicht, ob er am nächsten WM-Lauf in Finnland (5. bis 8.8.) teilnehmen kann. Der Mexiko-Sieger ist nicht der einzige Kritiker des Gravel Crew-Verbots, aber der Lauteste. Er wirft den FIA-Verantwortlichen fehlende Erfahrung im modernen Rallyesport vor: "Keiner von denen hat in den letzten 25 Jahren in einem Rallye-Auto gesessen. Hätte einer von ihnen letzten Freitag in meinem Auto sitzen wollen?" Der Schuss geht klar in Richtung des Rallye-Kommissions-Präsidenten Shekar Mehta, der bis in frühen achtziger Jahre als Afrika-Spezialist Furore machte und seit zwei Jahren mit seinen Ideen für heftige Diskussionen im Rallye-Zirkus sorgt.

Das Verbot der Schotter-Spione begründet die FIA seit 2003 mit einer Reduzierung der Einsatz- und Transport-Kosten. Ein Argument, dass Markko Märtin nicht gelten lässt: "Die Gravel Crews kosten rund 40.000 Pfund im Jahr, dieser Unfall hat uns 400.000 Pfund gekostet."

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