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McRae-Projekt im Kriechgang

Foto: colinmcrae.com 93 Bilder

Beim Festival of Speed in Goodwood präsentierte Ex-Rallye-Weltmeister Colin McRae erstmals die Studie seines Eigenbau-Rallyeautos Colin McRae R4. Doch viel mehr als eine Hülle ohne Technik war in England nicht zu besichtigen. McRae muss erst die Entwicklung abschließen, eine Motorsport-Zulassung bekommen und dann Kundschaft finden.

20.07.2006 Markus Stier

"Das Auto hat noch keinen Motor", gesteht ein Sprecher des Rallye-Stars. Auch steht die endgültige Karosserie noch nicht ganz fest, da Tests für die optimale Kühlluftführung noch ausstehen. Dementsprechend sind bisher keine offiziellen Fotos des neuen Sportgeräts zu haben.

Das im Januar 2005 begonnene Projekt sollte eigentlich bis Ende Juli 2006 fertiggestellt sein. Ursprünglich waren August die ersten Testfahrten geplant, nun wird der frühe Herbst anvisiert. McRae weilt bis mindestens zum Monatsende im Urlaub, die Entwicklungsarbeit bei DJM Race Preparations hat keine allzu große Eile.

Der R4 passt in kein Regelwerk

Das von McRae und Dave Plant konzipierte und von den Computerspiel-Designern Keith Burden und Tom Webster entworfene Auto soll ab 2007 zum Verkauf angeboten werden, doch zuvor muss McRae erst Abnehmer finden. Der R4 ist so entworfen, dass er sich für Rallyes, Rallycross-Rennen und Eis- und Rundstreckenrennen gleichermaßen eignet, doch zuvor benötigt McRae eine Homologation des Motorport-Weltverbandes FIA.

Mit seinem 350 PS starken 2,5 Liter-Vierzylinder-Saugmotor von Millington Diamond ist das Auto mit Stahlgitter-Rohrrahmen und Kohlefaser-Crashbox vorn und hinten in den gegenwärtigen Reglements nicht einzustufen. Das Auto ist wahlweise mit Heck- oder Allradantrieb ausrüstbar. Die Kraftübertragung erledigt ein sequenzielles Sechsganggetriebe. Das Fahrwerk arbeitet mit doppelten Querlenkern und Proflex-Dämpfern.

Colin McRae: "Mehr Spaß für Fahrer und Zuschauer"

Der R4 ist Colin McRaes Reaktion auf seine langjährige Kritik am aktuellen WRC-Reglement. Der Weltmeister von 1995 klagte regelmäßig über den schwachen Sound der Turbomotoren, das fehlende Driftspektakel wegen der immer stärker eingesetzten Elektronik, das mit 1.230 Kilogramm relativ hohe Gewicht und die Kostenexplosion.

Der Anspruch des für seinen spektakulären Fahrstil berühmten Schotten an sein Werk ist hoch: "Es wurde entworfen, um den Spaß sowohl bei Fahrern als auch bei den Zuschauern zu erhöhen."

Der Spaß für die Basisversion soll bei knapp 200.000 Euro anfangen. Damit liegt der R4 im Bereich eines gut ausgestatteten Gruppe N-Subaru. In der Saugmotorversion soll der Renner in knapp 5 Sekunden die 100km/h-Marke erreichen, McRae deutet aber an, dass auch eine noch stärkere Turboversion angedacht ist.

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