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Mexiko

Doppelsieg für Ford

Foto: McKlein

Markko Märtin vor Francois Duval auf Ford: Mit einem üppigen Doppelsieg - dem ersten seit dem Sainz/McRae- Duo bei der Zypern Rallye vor vier Jahren - sichert sich Ford die Führung in der Markenwertung der Rallye-WM 2004.

14.03.2004

Gerade noch 28 von zu Beginn 54 Teams hatten die beiden letzten Tage überlebt. Sie machten sich unter herrlich blauem Himmel auf in einen immer noch langen, schwierigen letzten Rallyetag: Fünf Sonderprüfungen - in der Stückelung drei SP, eine Service-Pause, zwei SP - mit einer Länge von 132,06 Kilometern waren zu absolvieren. Unter ihnen musste zweimal die 30,47 Kilometer lange Wertungsprüfung von Ibarrilla nach Mesa1 gefahren werden - die längste Sonderprüfungs-Distanz der ganzen Rallye. Die Pisten waren staubig, zusätzliche Probleme schuf die tief stehende Sonne am Morgen. Die Gesamtstrecke des Tages betrug allerdings nur noch 284,20 Kilometer.

Märtin verteidigt Führung, Sainz stolpert

Die überlebenden Grossmeister - Markko Märtin (Ford) in Führung und Carlos Sainz (Citroen) hinter ihm - hatten sich vorgenommen, "Maximum Attack“ zu fahren, obwohl beiden von ihren Chefs "Punkte machen" verordnet worden war. Die gleiche Vollgas - Idee hatte Petter Solberg (Subaru): "Wenn wir den Ärger am Freitag nicht gehabt hätten, würde ich die Rallye jetzt mit zwei Minuten Vorsprung anführen. Ich werde kämpfen.“

Märtin (Ford) gab sich die erste Bestzeit des Tages, gefolgt von Sainz (Citroen) und Solberg (Subaru). Sainz eroberte die zweite Bestzeit, nahm dem Leader Märtin dabei drei Sekunden ab und kommentierte ein wenig zynisch: "Ich soll zwar in erster Linie Punkte machen, aber das kann man auch mit Vollgas tun!“ Die dritte Bestzeit ging an Solberg (Subaru) vor Grönholm (Peugeot) und Märtin (Ford). Sainz (Citroen) verlor auf jenen 15,42 Kilometern über eine Minute auf den Schnellsten und stürzte hinter Duval (Ford) ab auf den dritten Platz im Gesamtklassement: Der Spanier war aufgrund schlapper Bremsen in einer Rechts-Links-Kurvenkombination mit Dampf in eine Böschung gerutscht. "Mit Hilfe eines Fotografen haben wir den Xsara wieder auf die Piste gebracht,“ erklärte Sainz.

Die beiden Ford-Piloten Märtin und Duval enthielten sich dagegen aller spektakulären Aktionen - sie witterten schon die Möglichkeit eines Doppelsieges. Hirvonen (Subaru) fuhr schön langsam - er hatte offenbar die Order, seinen Nr. 1-Piloten Petter Solberg bei guter Gelegenheit passieren zu lassen.

Aufschlag Grönholm, Taktik beim Rest

Ein wütender Grönholm - "Hätte ich nicht die Servo-Probleme gehabt!“ - zeigte mit zwei Bestzeiten in den beiden letzten Sonderprüfungen der Rallye das Peugeot-Potenzial gegenüber Gegnern, die nur noch auf Ankommen fuhren. Solberg (Subaru) gab ein wenig mehr Gas, als sein trödelnder Teamkollege Hirvonen. So kam der Norweger vor auf Platz vier. Märtin und Duval (Ford) zeigten sich höchst relaxed, auch Sainz (Citroen) ging keine Risiken mehr ein und gab sich mit jenen 6 Punkten zufrieden, die ihm sein dritter Platz bringt. Gilles Panizzi rettete einen Punkt für Mitsubishi und sich selbst.

Ford übernimmt mit diesem Doppelsieg die Führung in der Marken WM mit 10 Punkten Vorsprung vor Citroen und deren 20 vor Peugeot. Kommentar Markko Märtin: "Am ersten Tag der Rallye waren wir nichts, und jetzt stehen wir ganz oben auf dem Podest. Das ist schon ein Schock.“

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