Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Mexiko

Solberg triumphiert, Märtin führt

Foto: McKlein

Petter Solberg (Subaru) fuhr zwar Bestzeiten in allen sechs Prüfungen dieses Tages, aber Markko Märtin (Ford) profitierte: Nach dem Ausfall des Leaders Sebastien Loeb (Citroen) und dem Absturz von Marcus Grönholm (Peugeot) übernahm er die Spitze.

14.03.2004

Noch 45 von gestern 54 Teams machten sich auf in den zweiten und längsten Tag der Rallye Mexiko. Zu absolvieren waren am Samstag, bei einer Gesamtstrecke von 354,22 Kilometern, 154,34 Kilometer in sechs Sonderprüfungen. Das Wetter zeigte sich mit klarem blauen Himmel bei morgendlichen Temperaturen von 12 Grad, die nachmittags auf 25 Grad kletterten, freundlicher als am Vortag. Die sechs Wertungsprüfungen glänzen damit mit heute völlig trockenem Belag. Gefahren wurde in der Stückelung von zwei Dreierprüfungen, die jeweils von einem 20 Minuten langen Service-Intervall im Poliforum von Leon unterbrochen wurden.

Drei Mörder-Etappen und ihre Opfer

Da in umgekehrter Reihenfolge zu den gestrigen Ergebnissen gestartet wurde, machte sich die Nr.2 von Mitsubishi, Giggi Galli, als erster auf die Piste. Er fuhr nicht lange, zerstörte wichtige Aufhängungsteile an einem Felsen, bastelte und rollte nur noch bis ins Aus der Verbindungsetappe. Sein Teamgenosse Gilles Panizzi - an dessen Wagen man wie bei Galli am Abend vorher das Getriebe getauscht hatte - klagte dennoch über Getriebeprobleme: "Das Auto ist völlig unfahrbar! “

Ganz andere Sorgen hatte Peugeot- Star Marcus Grönholm: Infolge einer kollabierenden Servolenkung konnte er das Tempo nicht mitgehen, das Petter Solberg (Subaru) an der Spitze vorlegte. Petter raste und resignierte: "Besser wäre es, ich würde die Rallye gar nicht fahren. Es ist frustrierend, mit den 5.40 Minuten Strafzeit auf dem Buckel.“ Der Norweger legte in den ersten drei Prüfungen des Tages drei Bestzeiten vor. Stark präsentierte sich auch Markko Märtin (Ford), der in den beiden ersten Wertungsprüfungen schneller als Rallye-Leader Sébastien Loeb war. Den Franzosen erwischte es allerdings bei dem Versuch, das zu korrigieren. In der SP 6 setzte er mit seinem Citroen sehr hart auf, demolierte die Ölwanne seines Xsara WRC, erreichte zwar noch die Überführungsstrecke, gab dann aber auf. Märtin (Ford) übernahm daraufhin die Führung vor Carlos Sainz (Citroen). Hinter den Spanier reihten sich Ford- Pilot Francois Duval und Subaru-Fahrer Mikko Hirvonen ein. Solberg (Subaru) hatte schon die fünfte Position erreicht - allerdings mit dem beträchtlichen Rückstand von 4.19 Minuten auf den Vierten. Dahinter erst folgte mit Grönholm der erste Peugeot: "Ich habe den Hals unendlich voll von den ewigen Servolenkungs-Problemen.“ Sein Teamgenosse Harri Rovanperä landete weit abgeschlagen auf dem 22.Platz: Der Finne fuhr sich vorne rechts das Rad ab, als ein Lenkhebel brach. Das kostete ihn 16 Minuten. Auf drei Rädern radelte er zum Service.

Solberg-Triumphe ohne Ende

In die zweite SP-Dreiergruppe des Tages rollte der zweitplatzierte Sainz (Citroen) mit den gleichen Reifen wie am Vormittag: Sein Reifeningenieur hatte es verpennt, einen neuen Satz Pneus mit neuer Codenummer in das "Reifen-Begleitbuch" des Spaniers einzutragen. Sainz ertrug das schweigend, hatte ihm doch Citroen-Teamchef Guy Frequelin deutlich gesagt, dass er nichts riskieren dürfe. Er solle nur versuchen, die 8 Punkte für den zweiten Platz zu retten. Das schaffte er - trotz der abgefahrenen Reifen, eines Drehers und eines Plattfusses.

Märtin (Subaru) konnte seinen ersten Platz halten, obwohl in seinem Focus ein Schwelbrand ausbrach, Motoröl leckte, sämtliche Differenzial-Temperaturen im roten Bereich waren und er 10 Strafsekunden am Start zur 10. Wertungsprüfung ausfasste. Der eigentliche Held dieser drei letzten Prüfungen war, wie schon am Morgen, erneut Solberg (Subaru): Er bolzte drei Bestzeiten in den Schotter, amüsierte sich letztendlich trotz völlig abgefahrener Reifen, blieb aber nur Fünfter. "Meine Reifen sind zu weich, aber ich habe Spass. Und ich werde weiter so fahren, um möglichst viele Punkte zu machen," kommentierte der Norweger.

Duval (Ford) und Hirvonen (Subaru) liegen zwar auf den Positionen drei und vier vor ihm, aber morgen stehen noch fünf Prüfungen mit über 130 Kilometer Länge auf dem Programm - Solberg will nicht aufgeben. Das wird auch Grönholm (Peugeot) nicht. Er hat, im Gegensatz zu seinem Kollegen Rovanperä (11. Position), noch nicht resigniert.


Zu den Ergebnissen

Täglich wissen was läuft
Hier gibt´s den Gratis-Newsletter rund um Auto, Motor und Sport.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden