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Mitsubishi denkt an Ausstieg

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Sportchef Sven Quandt gibt zu, dass Mitsubishi möglicherweise bis Saisonende sein Programm in der Rallye-WM einstellt. Bis zum Ende der Woche soll die Entscheidung fallen. Ein kompletter Rückzug soll jedoch nicht zur Debatte stehen.

20.07.2004

Mitsubishi hat alle Werbeaktivitäten für die Rallye Japan gestoppt. Damit zeigen sich erste Indizien, dass Mitsubishi beim Heimspiel nicht antritt. Aber nicht nur die Rallye Japan steht auf der Kippe. Möglicherweise ist die Deutschland-Rallye der letzte WM-Lauf, der in diesem Jahr noch bestritten wird.

"Der Ausstieg ist eine Möglichkeit, mit der Japan liebäugelt. Die Diskussion läuft schon seit zehn oder 15 Tagen, aber die Situation ändert sich fast stündlich", sagte Sven Quandt gegenüber der Zeitschrift "Autosport". Zur Zeit hat Quandt eine japanische Delegation in der Motorsport-Zentrale in Trebur zu Besuch. Die Entscheidung über das weitere Vorgehen soll Ende dieser Woche (23.7.) fallen.

Laut Mitsubishi-Pressesprecher Florian Moser betrifft der mögliche Ausstieg ausschließlich die Saison 2004: "Ein kompletter Rückzug steht nicht zur Diskussion. Wir haben der FIA Anfang dieser Saison ein Dreijahresprogramm angekündigt, und das wollen wir auch erfüllen." Die Pause nach der Rallye Deutschland soll wie schon das Jahr 2003 dazu dienen, das Team zu reorganisieren und die Technik des Lancer auf Vordermann zu bringen. Es besteht die Möglichkeit, dass das Werks-Team aus Rugby für Testzwecke noch einige ausgewählte WM-Läufe bestreitet.

Ohne Erfolgserlebnis

Seit dem Wiedereinstieg von Mitsubishi nach einem Jahr Pause hat das Team von Andrew Cowan nicht ein Erfolgserlebnis zu verbuchen. Der von Mario Fornaris entwickelte Lancer WRC ist technisch rückständig und weder schnell noch zuverlässig. Auch beim letzten WM-Lauf in Argentinien fiel eines der Werksautos aus, Gilles Panizzi hatte als Siebter über 17 Minuten Rückstand auf die Spitze. Mehr als 14 WM-Pünktchen konnten die Mitsubishi-Mannen in acht WM-Läufen nicht einheimsen.

In den Hochzeiten Ende der neunziger Jahre gewann die Marke mit dem Finnen Tommi Mäkinen vier Fahrer-Weltmeisterschaften und einen Marken-Titel. Wegen fehlender finanzieller und technischer Ressourcen verlor Mitsubishi 2001 den Anschluss an die Top-Teams und stieg Ende 2002 wegen Erfolglosigkeit für ein Jahr aus.

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