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Monte Carlo

Loeb überflügelt Röhrl

Foto: McKlein 55 Bilder

Mit einer fehlerfreien Leistung siegte Citroen-Fahrer Sébastien Loeb zum fünften Mal bei der Rallye Monte Carlo und überflügelt damit den bisherigen Mit-Rekordhalter Röhrl. Der Franzose hatte nach 19 Wertungsprüfungen über insgesamt 365 Kilometer einen Vorsprung von 2.34 Minuten vor dem Finnen Mikko Hirvonen (Ford Focus). Dritter wurde der Australier Chris Atkinson im Subaru Impreza.

27.01.2008

In der Rekordliste der "Monte" setzte sich Loeb an die Spitze und hat nun einen Sieg mehr als der Regensburger Walter Röhrl, der zwischen 1980 und 1984 vier Mal triumphierte. Auch der Italiener Sandro Munari und der Finne Tomi Mäkinen schafften vier Siege. "Das macht mich echt stolz", sagte Loeb. "Monte Carlo ist für mich immer eine ganz besondere Veranstaltung. Sie findet in Frankreich statt. Ich habe da natürlich eine ganze Menge Fans und ich glaube, es hat ihnen gefallen was sie gesehen haben."

Die Pirelli-Einheitsreifen haben gut gearbeitet

"Die Rallye war in diesem Jahr nicht besonders schwierig", analysierte Loeb. "Was den Straßenzustand angeht, waren die Bedingungen weniger schwieriger als in den Vorjahren. Die Pirelli-Einheitsreifen haben gut gearbeitet. Der Grip war gut. Nur manchmal, wenn es am Nachmittag warm wurde, waren die Reifen etwas zu weich. Das ist aber kein Problem von Pirelli sondern ein Problem, das durch die Regeln verursacht wird."

Wermutstropfen für Citroen: Dani Sordo hatte seinen C4 am dritten Rallyetag wegen eines Schadens am Turbolader abstellen müssen. Der Spanier lag zu diesem Zeitpunkt auf Platz zwei und ging am Sonntag, gemäß den SupeRally-Regeln mit zehn Strafminuten belastet wieder an den Start, um als Elfter ins Ziel zu kommen. "Das war schon etwas enttäuschend", räumte der neue Citroen-Sportchef Olivier Quesnel ein. "Aber dafür fuhr Sébastien auf einem eigenen Planeten." Weltmeister Loeb hingegen lobte seinen Teamkollegen: "Dani hat mich teilweise ganz schön unter Druck gesetzt."

Von Sordos Pech profitierte Mikko Hirvonen. Der Finne wertete seinen zweiten Platz als Erfolg. "Wir waren ja schon schnell ziemlich weit hinter den Citroen zurück gelegen. Und wir haben einsehen müssen, dass wir das Tempo nicht ganz mitgehen konnten." Hirvonen spürte den Druck, als neuer Nummer-Eins-Fahrer bei Ford unbedingt WM-Punkte sammeln zu müssen: "Ich war zeitweise ganz schön nervös", räumte Hirvonen ein.

Der zweite Ford-Werksfahrer, Jari-Matti Latvala, zeigte bei seinem Einstand im Team keine überzeugende Leistung. Der 22-Jährige Finne demolierte am Samstag nach einem Fahrfehler die Radaufhängung an seinem Focus. Als Zwölfter blieb Latvala ohne WM-Punkte.

Wütenden Angriffe vom entfesselt fahrenden Duval

Für das leidgeprüfte Subaru-Team gab es einen Lichtblick. Chris Atkinson eroberte überraschend den dritten Rang. Teamkollege Petter Solberg rundete das gute Ergebnis als Fünfter ab. Nervenstark hatte der Australier am letzten Tag die wütenden Angriffe des entfesselt fahrenden Francois Duval im semioffiziellen Stobart-Ford pariert. Atkinson rettete 1,1 Sekunden Vorsprung auf den Belgier ins Ziel.

Hätte ich vor der Rallye nicht für möglich gehalten

"Platz drei, das hätte ich vor der Rallye nicht für möglich gehalten", meinte Atkinson. "Wir hatten aber auch Glück. Und am Ende hat mich Francois Duval ganz schön unter Druck gesetzt. Ich habe aber gar nicht auf die Zwischenzeiten geachtet. Auf den letzten Prüfungen hatte ich ziemlich viel Selbstvertrauen und ich konnte angreifen."

Versöhnlich fiel das Ergebnis auch für Suzuki aus. Per-Gunnar Andersson holte als Achter sogar einen WM-Punkt. Der gewaltige Rückstand von 11.19 Minuten auf Loeb zeigt, dass die Suzuki-Techniker noch sehr viel Arbeit vor sich haben. Dennoch verlief der erste offizielle Einsatz des SX4 WRC nicht pannenfrei: Andersson musste zeitweise mit Vorderradantrieb vorlieb nehmen. Toni Gardemeister konnte am Sonntag nicht mehr starten. Ein Motorschaden hatte den SX4 lahm gelegt. Bereits am Vortag hatte der Finne Probleme mit dem Triebwerk, weil es am Ladedruck mangelte.

In der nächsten WM-Saison findet die Rally Monte Carlo ebenso wie die Rallye Deutschland nach dem neuen Rotationssystem nicht statt.

Zeitentabelle Monte Carlo nach 19 von 19 WP:

1.


Sébastien LOEB

3:39:17.0


2.


Mikko HIRVONEN

3:41:51.4

+2:34.4

3.


Chris ATKINSON

3:42:15.6

+2:58.6

4.


Francois DUVAL

3:42:16.7

+2:59.7

5.


Petter SOLBERG

3:43:57.9

+4:40.9

6.


Gigi GALLI

3:48:03.5

+8:46.5

7.


Jean Marie CUOQ

3:49:41.8

+10:24.8

8.


Per-Gunnar ANDERSSON

3:50:36.5

+11:19.5

9.


Henning SOLBERG

3:52:00.6

+12:43.6

10.


Matthew WILSON

3:53:17.1

+14:00.1

11.


Daniel SORDO

3:59:57.5

+20:40.5

12.


Jari-Matti LATVALA

4:03:33.1

+24:16.1

13.


Alessandro BROCCOLI

4:07:32.7

+28:15.7

14.


Patrick ARTRU

4:10:37.2

+31:20.2

15.


Eddie MERCIER

4:10:47.7

+31:30.7

16.


Khalid AL QASSIMI

4:11:36.2

+32:19.2

17.


Ludovic CLUZEL

4:12:14.8

+32:57.8

18.


Olivier BURRI

4:12:25.4

+33:08.4

19.


Luca BETTI

4:12:49.4

+33:32.4

20.


Henri-Marc VENTURINI

4:13:24.9

+34:07.9


Fahrerwertung :

1.

S. LOEB (F)

10 Pkt.

2.

M. HIRVONEN (FIN)

8 P kt.

3.

C. ATKINSON (AUS)

6 P kt.

4.

F. DUVAL (B)

5 Pkt.

5.

P. SOLBERG (N)

4 Pkt.

6.

G. GALLI (I)

3 Pkt.

7.

J.-M. CUOQ (F)

2 Pkt.

8.

P.-G. ANDERSSON (S)

1 Pkt.


Herstellerwertung:

1.

Citroën Total WRT

11 Pkt.

2.

Subaru WRT

10 Pkt.

3.

BP-Ford Abu Dhabi WRT

8 Pkt.

4.

Stobart VK M-Sport Ford Rally Team

8 Pkt.

5.

Suzuki WRT

2 Pkt.


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