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Monte

Grönholm patzt, Loeb führt

Foto: McKlein

Citroen-Pilot Sébastien Loeb sicherte sich mit zwei Etappensiegen und einem Patzer von Marcus Grönholm die Führung bei der Rallye Monte Carlo. Wegen falscher Reifen wurde der Finne hinter Markko Märtin im Ford nur Dritter.

23.01.2004

Wie immer startete auch die Rallye-Saison 2004 mit der Rallye Monte Carlo. Und wie immer zeigte sich die große, alte Dame Monaco (93 Jahre alt !) auch bei ihrem 72. Auftritt kapriziös. Der Eröffnung der Saison mit dem zeremoniellen Start vor dem Spielcasino folgte prompt die Absage der ersten Sonderprüfung: Zu viele Zuschauer, zu viele Wohnmobile, dazu Schneefall und Temperaturen unter dem Nullpunkt führten zu einem Chaos in den Bergen südlich von Gap.

Bei winterlichen Temperaturen zwischen ein und minus fünf Grad gingen von Gap aus 43 Teams in den längsten der drei Rallye-Tage: Zu absolvieren waren am Freitag (23.1.) bei einer Gesamtstrecke von 443,98 Kilometern stramme 144,13 Kilometer Sonderprüfungen, aufgeteilt in sechs Wertungsprüfungen in drei Zweiergruppen. Die Pisten präsentierten sich, wie es sich für eine rechte Monte gehört, höchst variabel: schneebedeckt, vereist, rutschig, mit trockenen und nassen Passagen.

Peugeot in Führung, Subaru angeschlagen

Vor dem ersten Service zeigte Doppel-Weltmeister Marcus Grönholm das Potenzial des neuen Peugeot 307 WRC bei dessen Premiere auf: Auf der zweiten Wertungsprüfung des Tages (70 Prozent vereist und schneebedeckt) fuhr er mit bespikten Intermediate-Reifen Bestzeit. Dem ebenfalls mit Spikes besohlten Ford von Markko Märtin nahm er dabei fast zehn Sekunden ab, Vize-Weltmeister Sébastien Loeb (Citroen) verlor gar zwölf, Francois Duval auf dem zweiten Ford gleich 20 Sekunden. Weltmeister Petter Solberg kassierte 36 Sekunden Rückstand: "Wir sind mit falsch gewählten Schneereifen in Eis geraten, haben einen Zaunpfahl gerammt, dann starb der Motor ab. Aber die Monte war noch nie lieb zu mir.“

Gut schlug sich Gigi Galli im nagelneuen Mitsubishi Lancer auf Spike-Reifen - er wurde achter. Lokalmatador Gilles Panizzi, ebenfalls auf einem Lancer unterwegs, hielt sich zurück: "Ich riskiere nichts, will mich an das wirklich große Auto gewöhnen.“

Ford und Citroen attackieren kräftig

Als sich die Teams aufmachten, die beiden ersten Sonderprüfungen des Tages zum zweiten Mal in gleicher Fahrtrichtung anzugehen, hatten sich die Wetterverhältnisse stabilisiert - es lag überall tauendes Eis und schmelzender Schnee. Dem auf schwierigem Terrain heute unschlagbaren Grönholm (Peugeot) erwuchsen unter diesen klareren Bedingungen zwei ihm gut bekannte Gegner: In der dritten Sonderprüfung fuhr Märtin (Ford) Bestzeit vor Grönholm, Carlos Sainz (Citroen) und Gigi Galli (Mitsubishi). Gallis Teamgenosse Gilles Panizzi konnte wegen einer defekten Handbremse seine Streckenkenntnis nicht ausspielen. Und Loeb (Citroen) beherrschte die folgende vierte Sonderprüfung knapp vor seinem Teamkollegen Carlos Sainz, einem Grönholm mit Getriebeproblemen samt einer demolierten Windschutzscheibe (Peugeot) , Märtin und Duval, beide auf Ford.

Solberg (Subaru) der als amtierender Weltmeister als Erster starten musste, klagte : "Ich kann in Schnee und Eis keinen Spuren folgen, wie die hinter mir Fahrenden.“ Gewarnt auch von seinem kleinen Ausritt am Morgen, hielt er sich deshalb eher zurück. Erstaunlich: Roman Kresta auf seinem privaten Hyundai. Er zeigte in diesem Jahr hier mehr Klasse, als seine Vorgänger Freddy Loix und Armin Schwarz in den Werks-Autos des Vorjahres.

Loeb und Citroen schlagen Peugeot

Während Grönholm mit dem brandneuen Peugeot 307 WRC in der vorletzten Sonderprüfung des Tages noch seine zweite Bestzeit hinfetzte, fühlte sich Freddy Loix in dem gleichen Wagen verloren: "Wir haben ein Problem, das wir nicht erkennen.“ Er wurde weit abgeschlagen nur 14. Hinter Grönholm setzten sich - wie zu erwarten - Loeb (Citroen) gefolgt von den Ford-Piloten Märtin und Duval. Carlos Sainz (Citroen), der als einziger die zuletzt 1994 befahrene Wertungsprüfung kannte, wurde Fünfter vor den Subaru-Piloten Mikko Hirvonen und Petter Solberg. Gilles Panizzi brachte seinen Mitsubishi auf den achten Platz, Gigi Galli warf seinen dort Lancer ins Aus: "Das Auto ist perfekt, aber es liegt zu tief im Gelände“.

In der allerletzten Sonderprüfung des Tages verwachste Peugeot-Pilot Grönholm dann allerdings vollkommen: Aufgrund schlechter Reifenwahl verlor er fast eine halbe Minute auf den späteren Tagessieger Loeb (Citroen) und über 20 Sekunden auf Märtin (Ford): Marcus stürzte vom ersten hinter Loeb und Märtin auf den dritten Platz ab. Aber: Zusammen mit Altmeister Carlos Sainz (Citroen) gehört er noch immer zu jenen vier am besten platzierten Konkurrenten, die weniger als 50 Sekunden hinter dem ersten Tagessieger der Monte 2004, Sébastien Loeb, rollen. Alle anderen Gegner liegen schon relativ chancenlos über eine Minute hinter dem Führenden zurück.

Zu den Ergebnissen.

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