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Monte

Loeb siegt souverän

Foto: McKlein

Sébastien Loeb sicherte sich, dank besonnener Fahrweise und immer richtiger Reifenwahl, überlegen seinen zweiten Sieg in Folge bei der Rallye Monte Carlo. Hinter ihm platzierte sich das Ford-Duo Markko Märtin und Francois Duval.

25.01.2004

Der letzte Tag der Monte (25.1.) begann unter tief hängenden, schwarzen Wolken. In der Nacht nieselte es in den Bergen oberhalb der Riviera. Gerade noch 22, von zu Beginn 43 Teams, hatten die beiden letzten Tage überlebt. Sie machten sich auf in einen zwar kurzen, aber schwierigen Rallyetag: Vier Sonderprüfungen mit einer Länge von 104,40 Kilometern waren zu absolvieren. Unter ihnen musste zweimal der 32,58 Kilometer lange Klassiker von Sospel über den Col de Turini nach La Bollène gefahren werden – die zweitlängste Sonderprüfungs-Distanz der Rallye. Die Gesamtstrecke des Tages betrug allerdings nur noch 269,16 Kilometer.

Die meisten Teams gingen den Tag mit Slicks an, ungeachtet der Tatsache, dass sich ganze Hundertschaften von Zuschauern am Turini bemühten, Schnee auf nassen Asphalt zu feuern und dass es bei der Abfahrt vom Pass Eispassagen gab.

Märtin und Grönholm greifen an

Die Bestzeit auf der ersten Sonderprüfung des Tages ging an Markko Märtin (Ford): "Ich war viel zu langsam auf dem Schnee. Ich mag diese Bedingungen nicht". Zweitschnellster wurde Peugeot-Pilot Marcus Grönholm, vor dem zweiten Ford-Piloten Francois Duval.

Grönholm: "Ich fahre behutsam – die Abstände bis ganz vorne sind zu hoch.“ Der Leader Sébastien Loeb auf seinem Citroen Xsara WRC kam als Vierter ins Etappenziel: "Ich fahre ganz cool – ich passe auf, keine Fehler zu machen.“ Loeb hielt sich zwar zurück, verlor von seinem gestrigen Vorsprung (1 min 28,7 sec) dennoch nur fünf Sekunden auf den Zweitplatzierten Duval, dem sein Teamgefährte Märtin allerdings bis auf 3,6 Sekunden nahe rückte. Petter Solberg im Subaru wurde Fünfter und blieb auf der gleichen Position auch im Gesamtklassement. Dennoch gab der Norweger in der darauf folgenden Wertungsprüfung ordentlich Gas und holte sich seine erste Bestzeit in dieser Rallye – ohne jedoch seine Position in der Gesamtwertung verbessern zu können: "Ich will unbedingt auf das Podium – vielleicht passiert den Jungs an der Spitze ja etwas.“

Hinter ihm platzierten sich Duval (Ford), vor Grönholm (Peugeot) und Märtin (Ford). Der Gesamtführende Loeb (Citroen) hielt sich sicherheitsbewusst bedeckt, büßte gerne 10 Sekunden ein und ging mit einem beruhigenden Vorsprung von 1 min 23,3 Sekunden in die letzten 52, 20 Kilometer dieser Monte. Leidtragender in diesen zwei Wertungsprüfungen war Peugeot-Pilot Freddy Loix. Er hatte völlig falsche Spikereifen montiert und verlor über anderthalb Minuten auf der letzten, 19 Kilometer langen, Sonderprüfung.

Solberg angeschlagen, Märtin attackiert

Die vorletzte Sonderprüfung sorgte zwar nicht mehr für Sensationen, brachte aber durchaus noch Verschiebungen im Klassement: Märtin (Ford) fuhr Bestzeit vor Grönholm (Peugeot) und Loeb (Citroen). Damit setzte er sich hinter den führenden Elsässer und vor seinen Teamkollegen Duval auf den zweiten Platz der Gesamtwertung. Angeschlagen und mit einer zerstörten Aufhängung vorne, schleppte sich Solberg (Subaru) durch die Kontrolle, wurde 17. mit rund vier Minuten Rückstand auf den Ersten, und wusste nicht recht, wie er die verbleibenden 19 Kilometer der Rallye gestalten könnte. Dass er seinen fünften Platz im Gesamtklassement verlieren würde, war ihm klar, hing ihm doch Loix (Peugeot) mit einem 10-Sekunden-Abstand im Nacken. Durch die letzte Wertungsprüfung kam der Norweger zwar noch, nachdem er seine Aufhängung notrepariert hatte, stürzte aber vom fünften auf den siebten Platz ab. Vor ihn schoben sich sowohl Loix (Peugeot) als auch Panizzi (Mitsubishi). Schnellster bei diesem Finale war Grönholm (Peugeot), der damit seine zweite Bestzeit dieser Rallye lieferte. Hinter ihm kamen Märtin (Ford) und Loeb (Citroen) ins Ziel.

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