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Monte

Loeb und Citroen unschlagbar

Foto: McKlein

Sébastien Loeb und sein Xsara sind das Maß der Dinge: Mit insgesamt fünf Sonderprüfungs-Siegen in den bisher regulär ausgefahrenen acht Wertungsprüfungen legte er den Grundstein zu einem erneuten Monte- Sieg. Hinter ihm kamen die beiden Ford-Piloten Francois Duval und Markko Märtin auf die Plätze.

24.01.2004

Am zweiten Tag der Monte (24.1.) tummelte sich die Rallye-Elite auf Pisten oberhalb von Nizza und Monaco, im Hinterland der Cote d’Azur. Das Wetter war lausig: Nieselregen wechselte mit Klackschnee, die Pisten waren teils rutschig, teils trocken, teils völlig schneebedeckt. Nebel hing zwischen den Felsen.

Noch 32 von gestern 43 Teams machten sich, meist mit Slicks, auf in den zeitmäßig längsten Tag der Rallye. Zu absolvieren waren am Samstag, bei einer Gesamtstrecke von 556,70 Kilometern, 140,79 Kilometer in fünf Sonderprüfungen, darunter die längste der ganzen Veranstaltung, die Lantosque - Col de Braus mit 34,41 Kilometern zum Tagesauftakt. Die Wertungsprüfungen (in der Stückelung von 1-2-2 hintereinander) waren unterbrochen von drei jeweils 20 Minuten langen Intervallen auf dem Service-Platz am Hafen von Monaco.

Gelbe Flaggen und Neutralisation

Da in umgekehrter Reihenfolge zu den gestrigen Ergebnissen gestartet wurde, machte sich der junge Franzose Nicolas Vouilloz – mehrfacher Mountainbike-Abfahrts-Weltmeister – als Vierter auf die Piste. Allerdings warf er seinen von Bozian vorbereiteten Peugeot 206 im dichten Nebel raus – die Streckenposten schwangen gelbe Flaggen, die gesamte Sonderprüfung wurde neutralisiert. Bis auf Jussi Valimäki (Hyundai mit 29.03,8 Minuten ) und Olivier Burri (Subaru mit 30.29,9 Minuten), die zuvor gestartet waren, wurde sämtlichen Teilnehmern die gleiche Zeit von 28.41,3 Minuten zugeteilt, die Antony Warmbold (Ford) als letzter, ungestört über die Distanz gekommener Fahrer vorgelegt hatte.

Petter Solberg (Subaru) war enttäuscht, als er mit heraus hängendem rechten Hinterrad zum Service kam: "Gerade auf dieser SP hatte ich mir allerhand ausgerechnet.“ Happy meinte Freddy Loix (Mitsubishi): "Gut so, unsere Servolenkung war sowieso defekt.“ Im Gesamtklassement änderte sich nichts. Nach dem ersten Service in Monaco brachen nur noch 30 Kämpfer auf in die Berge, denn neben Vouilloz hatte es auch den Iren Eamonn Boland (Subaru WRC) mit zerrissenem Motor erwischt.

Schlimme Schläge bei der Prominenz

Zwischen dichten Menschenmauern, oft in Nebel gehüllt auf feuchter Piste, mit nicht immer idealer Bereifung bei den wechselnden Situationen, gingen die Teams die zwei nächsten Wertungsprüfungen des Tages an. Loeb (Citroen) legte zweimal hintereinander Bestzeit hin – sein Vorsprung an der Spitze wuchs rapide an. Francois Duval (Ford) sicherte sich mit zwei zweiten Plätzen hintereinander die zweite Position im Gesamtklassement, nachdem Grönholm (Peugeot) infolge eines Zeitverlustes von 30 Sekunden wegen einem derben Ausritt von dort abgestürzt war. Solberg (Subaru) fühlte sich nicht wohl. Gilles Panizzi (Mitsubishi), der mit neuem Getriebe und 10 Sekunden Strafe wegen Überziehung der Reparaturzeit im ersten Service ausrückte, schlug zu: Gilles: "Wegen meiner alten Schulterverletzung habe ich Probleme mit der Handbremse – keine Kraft.“ Mit dem Ausritt des Schweizers Philippe Roux (Ford) verringerte sich das Feld auf 29 Aktive – aber es kam noch schlimmer. In der 9. Sonderprüfung zerlegte Mikko Hirvonen (Subaru) sein Wagenheck - Aus. Der beste Privatier, Roman Kresta (Position 9 im Gesamtklassement), warf seinen Hyundai weg. Nicht besser erging es Carlos Sainz (Citroen) : Er riss seinem Xsara ein Rad ab und musste den Helm werfen. Nachdem auch noch zwei der netten Fiat Punto aus der Junior- WM ausgefallen waren, ging nur mehr ein 24 Wagen starkes Feld in die letzten 53,19 Kilometer, eine Wiederholung der Mörderprüfungen SP 8 und SP 9.

Absage und fünfter Triumph von Loeb

Die vorletzte Wertungsprüfung des Tages wurde aus Sicherheitsgründen annulliert – schon die dritte Absage bei dieser chaotischen Rallye: Am zweiten Tag waren bereits 81,85 Kilometer Sonderprüfungen von insgesamt nur 389,32 geplanten, weg gefallen. Erneut holte sich Loeb die Bestzeit, seine fünfte dieser Monte. Damit baute er seinen Vorsprung vor dem im Gesamt zweitplatzierten Francois Duval (Ford) auf fast anderthalb Minuten aus. Zweiter in dieser letzten Prüfung des Tages wurde hinter Loeb der Este Markko Märtin (Ford) vor Grönholm (Peugeot) und Duval (Ford).

Aussichten auf Podiums-Plätze morgen dürften nur mehr die ersten vier von heute haben, denn Petter Solberg (Subaru) liegt schon über dreieinhalb Minuten hinter dem Ersten zurück. Aber: morgen stehen noch einmal 104, 40 Kilometer an, unter ihnen die zweimalige Höllentour über den Turini. Man darf sich jetzt schon fragen, ob die üblichen Zuschauermassen dort überhaupt zu bändigen sind.

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