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Peugeot

Sportchef Nicolas hört auf

Foto: McKlein 29 Bilder

Jean-Pierre Nicolas setzt sich im Alter von 61 Jahren zur Ruhe, Michel Barge übernimmt den Posten des Peugeot-Sportchefs.

31.05.2006 Markus Stier

Am Ende ist er doch gegangen. Jean-Pierre Nicolas war zeit seines Lebens ein Rallyemann. Als PSA-Chef Martin Foltz Ende 2004 verkündete, Peugeot werde Ende 2005 aus der Rallye-WM aussteigen, wusste der Sportchef selbst nicht, ob er sein Amt weiter ausüben will. Nun ist die Entscheidung gefallen, Nicolas geht in Rente und überlässt seinem Nachfolger den Aufbau eines Le Mans-Programms mit einem Diesel-Prototypen.

Michel Barge ist mit 60 Jahren kaum jünger als Nicolas. Der Franzose ist seit 33 Jahren im Unternehmen und kommt aus dem Marketing-Bereich. "Ich bin sehr glücklich, Peugeot-Sport zu leiten. Ich bin ein leidenschaftlicher Motorsport-Anhänger und werde dafür sorgen, dass der Sport ein wesentlicher Bestandteil unserer Markenpolitik sein wird", sagt Barge, der auch mit dem Rallyesport zu tun haben wird, denn Peugeot entwickelt zur Zeit einen 207 nach Super 2000-Reglement für ein Kundensport-Programm.

Nur eineinhalb Jahre im Amt

Mit Jean-Pierre Nicolas verlässt eine der größten Persönlichkeiten im Rallyesport die Bühne. 1965 begann der Franzose mit der Quertreiberei. Anfang der siebziger Jahre gehörte er zu den legendären "Blauen Reitern", die mit Renault Alpine die erste Marken-WM 1973 einfuhren. Mitte der Siebziger wechselte Nicolas zu Peugeot, wo er sich mit Erfolgen in Marokko, Kenia und der Elfenbeinküste zum Afrika-Spezialisten entwickelte. Nicolas größter Erfolg war der Gewinn der Rallye Monte Carlo auf Porsche.

1983 holte der damalige Sportchef Jean Todt Nicolas zu Peugeot zurück. Der Routinier war verantwortlich für die Abstimmungsarbeit am Modell 205 Turbo, mit dem Peugeot 1985 und 1986 zwei Mal die Marken-WM einfuhr. Seine aktive Karriere beendete Nicolas im September 1984.

Zunächst leitete Nicolas danach die Kundensport-Abteilung bei Peugeot und trieb dort die Entwicklung des 307 Maxi voran, bevor er als Sport-Direktor 1999 mit dem 206 WRC in den Spitzensport zurückkehrte. Nach drei Marken-WM-Titeln (2000 bis 2002) in Folge ging Sportchef Provera im Winter 2005 in Rente, daraufhin übernahm Nicolas den Posten, den er zum 31. August abgeben wird.

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