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Peugeot und Citroen steigen aus

Foto: Citroen

Schwerer Schlag für die Rallye-WM: Die beiden zum PSA-Konzern gehörenden Marken Peugeot und Citroen werden ihr Engagement in der Rallye-WM am Ende der nächsten Saison beenden. Damit starten ab 2006 wohl nur noch vier Hersteller-Teams in der Rallye-WM: Subaru, Mitsubishi, Skoda und Ford. Die Briten hatten erst vor zwei Tagen ihre Teilnahme an der Rallye-WM bis Ende 2008 angekündigt.

04.11.2004

Grund für den Ausstieg der beiden französischen Werksmannschaften ist das Geld. Man wolle die Ausgaben für den Motorsport signifikant senken, verlautbarte PSA in einem Communique. Zudem wurden „die rauer werdenden Bedingungen auf dem Automarkt sowie neue Gelegenheiten im Motorsport“ genannt. damit ist wohl die 2005 erstmals ausgeschriebene Tourenwagen-WM gemeint, an der in nächsten Jahr mindestens sechs von Automobilherstellern unterstützte Teams teilnehmen.

Schicksal der Citroen C4-Rallye-Version besiegelt

Fachleute schätzen das Jahresbudgets von Citroen und Peugeot auf jeweils zwischen rund 50 und 60 Millionen Euro. Zudem wurde nie so recht klar, warum sich zwei Marken der gleichen Firmengruppe in der Rallye-WM bekämpfen. Das Verhältnis der beiden Werksteams untereinander war alles andere als herzlich.

Der sportliche Erfolg der Franzosen konnte sich sehen lassen: 2005 eroberte Citroen sowohl den Titel in der Marken-WM wie auch die Fahrer-WM mir Sébastien Loeb. Peugeot indes, Marken-Weltmeister in den Jahren 2000, 2001 und 2002, hatte in der Premieren-Saison des 307 nur wenige Erfolge aufzuweisen. Marcus Grönholm schaffte nur einen Sieg bei seinem Heimspiel in Finnland. Freddy Loix und Harry Rovanperä blieben blass.

Mit der heutigen Entscheidung ist wohl auch das Schicksal für die Rallye-Version des Citroen C4 besiegelt. Der ursprüngliche Fahrplan sah vor, den Xsara-Nachfolger im Laufe des Jahres intensiv zu testen und dann gegen Ende des Jahres einzusetzen.

Die Fahrer haben nun ein Jahr Zeit, sich nach Alternativen umzusehen. Betroffen sind in erster Linie Marcus Grönholm und Sébastien Loeb. Citroen-Altstar Carlos Sainz hatte vor wenigen Tagen seinen Rücktritt zum Ende dieses Jahres annonciert. Freddy Loixs Vertrag bei Peugeot wurde nicht verlängert.

In einer erstem Stellungnahme meinte Ford-Sportchef Jost Capito: "Die Entscheidungen der PSA-Gruppe betreffen uns nicht. Ford engagiert sich für vier Jahre, da wir glauben, dass der Rallyesport ein Teil unseres Erbes ist.“

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