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Rallye Akropolis, 2. Etappe 2013

VW-Führung in Griechenland

WRC Rallye Akropolis Griechenland 2013 Foto: McKlein 9 Bilder

Nach einem Fahrfehler von Ford-Pilot Evgeny Novikov hat VW-Werksfahrer Jari-Matti Latvala die Spitze bei der Griechenland-Rallye übernommen. Die Positionen scheinen nach zwei Tagen bezogen.

02.06.2013 Markus Stier

„Das war der beste Tag, seit ich bei Volkswagen bin“, sagte ein strahlender Jari-Matti Latvala zum Ende der zweiten Etappe der Rallye Akropolis. Grund für die gute Laune ist eine Führung von 1:04 Minuten über Daniel Sordo im bestplatzierten Citroën und ein problemfreier Tag mit immerhin acht Wertungsprüfungen auf grobem Schotter.

Youngster verspielt Führung

Die Probleme hatten dieses Mal andere. Der am Freitag noch grandios auftrumpfende Evgeny Novikov holte auch am Samstagmorgen zeitgleich mit Latvala die Bestzeit, aber kurz danach traf der Russe mit der rechten Hinterradaufhängung ein solides Hindernis am Streckenrand und verlor bis zum nächsten Service über acht Minuten und damit jede Chance auf seinen ersten WM-Sieg. Als Trostpreis sicherte sich der frustrierte Youngster am Nachmittag zwei Bestzeiten, die ihn aber auch nicht weiter als bis auf Rang neun brachten.
 
Das brachte Latvala an die Spitze, der sich trotz zunächst knapper 18-Sekunden-Führung vor Sordo keine Sorgen machen musste. Der Spanier wurde von Citroën-Teamchef Yves Matton umgehend zurückgepfiffen, um keinen weiteren Rückschlag zu riskieren. Auch Thierry Neuville im nun bestplatzierten Ford machte keine Anstalten, den Druck zu erhöhen. „Ich muss mal zeigen, dass ich auch clever fahren kann“, sagte der Belgier, der nach hinten zu Teamkollege Nasser al Attiyah reichlich Luft hat.

Pechsträhne hinter den Top-Drei

Während die Top-Drei sich also um das Umfahren größerer Steine kümmerten, bröckelte es im Verfolgerfeld wieder ordentlich. VW-Junior Andreas Mikkelsen durfte kaum am Podiums schnuppern, da fiel ihm in einer Vierte-Gang-Kurve das Bremspedal durch. Ein abgerissener Belüftungsschlauch hatte im Radhaus die Bremsleitung zerschlagen. Zudem gaben zwei Reifen am dritten Polo im Laufe des Tages ihren Luftvorrat auf. Immerhin konnte sich der Norweger auf Rang fünf halten, ihm fehlen auf al Attiyah nur 25 Sekunden.
 
Zurückgefallen auf Rang sechs ist Fords eigentliche Hoffnung Mads Östberg. Schon am Morgen der zweiten Etappe lenkte das Auto plötzlich nur noch unwillig ein. Östberg verlor eine Minute wegen einer losen Querlenkerschraube, die seinem Fiesta die Spur verstellt hatte. Hinter dem siebtplatzierten Martin Prokop landete Mikko Hirvonen im Werks-Citroën. Der Finne wird den Fluch der Götter nicht los. Nach dem Lenkungsdefekt am Freitag ereilten ihn gleich zwei Plattfüße, die weitere Zeit kosteten. Noch dicker kam es für Teamkollege Khalid al Qassimi, der seinen DS3 aufs Dach legte.

Tabellenführer fährt Tagesbestzeit

Tabellenführer Sébastien Ogier musste nach seiner Elektrikpanne vom Freitag auf der langen Samstagsetappe als Erster auf die Piste und hatte auf dem losen Geröll bis zur Wiederholung der vier Prüfungen ab der Mittagsrast keine Chance, das Tempo der Spitze mitzugehen. Doch immerhin holte der Franzose die letzte Tagesbestzeit, es war die 100. Wertungsprüfung der Saison. Es war in der Debütsaison bereits die 52. Bestzeit für VW. Trotz seiner zehn Strafminuten vom Freitag liegt Ogier als Zehnter wieder auf einem Punkterang.
 
Auch in der WRC2-Kategorie sind die Positionen an der Spitze bezogen. Der frühere Formel-1-Fahrer Robert Kubica behauptet als Gesamt-Zehnter die Spitze mit seinem Citroën DS3 RRC. Kubica hat 2:20 Minuten Vorsprung vor dem Russen Yuri Protassov. Der allerdings muss sich noch Tebellenführer Abdelaziz al Kuwari erwehren, der im Fiesta RRC nur 4,4 Sekunden hinter ihm liegt.
 
Einsetzender Regen machte es den spät gestarteten Teilnehmern auf der letzten Tagesprüfung zunehmend schwer, gute Zeiten zu fahren. Das Wetter änderte aber nichts an der Reihenfolge im Klassement. Für den abschließenden Sonntag verspricht die Vorhersage überwiegend blauen Himmel und Temperaturen zwischen 17 und 25 Grad. Auf der letzten Etappe stehen noch vier Wertungsprüfungen mit insgesamt 83 Kilometern auf dem Plan.

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