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Rallye Akropolis

Petter Solberg bleibt an der Spitze

Foto: McKlein

Petter Solberg auf Subaru blieb auch am Samstag (5.6.), dem zweiten Tag der Akropolis-Rallye, Spitzenreiter. Er hat bis jetzt acht von 16 gefahrenen Sonderprüfungen gewonnen. Harri Rovanperä auf Peugeot sowie Sébastien Loeb auf Citroen wurden auf die Plätze verwiesen.

05.06.2004

In den zweiten Tag der Akropolis-Rallye gingen noch 51 von zu Beginn 72 Teams. Zu ihnen gesellten sich elf “Untote“, die gestern ausfielen und heute wieder antreten konnten. Darunter: Josef Beres (Hyundai), Toni Gardemeister und Armin Schwarz (Skoda), Daniel Sola (Mitsubishi) und Markko Märtin (Ford). Sie durfen im Rahmen des Superrally-Austragungsmodus, der bei der Rallye Akropolis testweise eingeführt wurde, weiter fahren. Die Fahrer wurden gezeitet, aber nicht gewertet und störten die echten Wettbewerber. Die Teams gingen in einen Tag mit 133,18 Sonderprüfungs-Kilometern bei einer Gesamtstrecke von 510,96 Kilometern.

Grönholm out, Solberg regiert weiter

Die erste Bestzeit des Tages fuhr Sebastien Loeb (Citroen), gefolgt von Petter Solberg (Subaru) und Francois Duval (Ford). Hinter den Belgier setzten sich Harri Rovanperä und Marcus Grönholm auf Peugeot, doch den Doppel-Weltmeister erwischte es ziemlich schnell: Grönholm hatte sich bereits in der ersten WP des Tages hinten links die Radaufhängung demoliert und war mit acht Minuten Verspätung in die nächste Sonderprüfung gestartet. Er gab zwei Kilometer später auf. In der Zwischenzeit wurde die erste Prüfung nach dem 29. Team gestoppt, weil sich ein Hinterbänkler überschlagen hatte.

Solberg (Subaru) entschied die zweite WP des Tages für sich, vor Loeb und Carlos Sainz, beide auf Citroen. Der Spanier liebt die Akropolis-Rallye, will Marken-Punkte für Citroen machen, obwohl er den ersten Tag nur als 48. beendete, mit 41 Minuten Rückstand auf den Führenden. "Wir testen Abstimmungen und probieren Reifen aus", so Carlos. Vierter auf dieser 28,68 Kilometer langen Strecke wurde Duval (Ford), fast sieben Sekunden vor Rovanperä (Peugeot), der infolge eines defekten Reifens seinen zweiten Platz im Gesamt an den Ford-Piloten verlor, auf Platz vier abrutschte und schimpfte: "Alles lief ganz übel". Vor dem Finnen hatte sich Loeb etabliert - dank Grönholms Ausfall und Rovanperäs Problemen sprang er vom fünften auf den dritten Platz und freute sich: "Das war super - heute fühle ich mich wohl."

Rovanperä schlägt hart zurück

Nach den zwei ersten und vor den beiden nächsten Prüfungen kamen die Autos nicht wie sonst üblich zurück in den Service-Park - auch eine Neuerung in dieser FIA-Testphasen-Rallye. In einer Zehn-Minuten-Pause durften auf dem Gelände der abendlichen Super Special in Lilea zwei Team-Mechaniker zusammen mit Fahrer und Copilot Reifen wechseln und Reparaturen mit jenen Ersatzteilen ausführen, die im Rallye-Wagen mitgeführt werden.

Nach dieser Pause schlug Rovanperä mit einem neuen Reifentyp wieder ordentlich auf, nahm dem Zweitschnellsten Loeb (Citroen) ebenso sieben Sekunden wie dem Drittschnellsten Duval (Ford) ab und setzte sich wieder auf den zweiten Platz im Gesamt. Größte Gefahr drohte dem Finnen dann von Loeb, der in der letzten WP vor dem Service trotz zweier Dreher seine zweite Topzeit des Tages hinblies und damit seine dritte Position festigte. Loeb: "Es war ruppig, wir haben einige Brocken touchiert." Obwohl er seine eigene Performance als nicht gut empfand, liebte Ford-Pilot Duval den Fight mit Loeb. "Seb fährt wie ein Wahnsinniger", so Duval.

Solberg ohne echte Gegner

Zwar servierte Rovanperä (Peugeot) die erste Bestzeit in den beiden letzten Spezialen des Tages vor der Super Special, aber den Führenden konnte er nicht gefährden: Der Norweger Solberg lieferte die Topzeit in der darauf folgenden WP und baute seinen Vorsprung als Führender auf beruhigende 55,2 Sekunden aus, obwohl Rovanperä heftig attackierte. Hinter dem Führungsduo hatte weder Loeb (Citroen) noch Duval (Ford) die geringste Chance ihre Positionen drei und vier zu verbessern - beide hatten falsche Reifen für die sehr rutschigen Passagen gewählt. Einen traf es sogar noch härter: Mikko Hirvonen, der sich mit seinem Subaru seit dem Morgen an 7. Position gehalten hatte, flog in der ersten Kurve der WP 14 heraus und knackte seine Aufhängung hinten rechts an. Die darauf folgende Prüfung überlebte er nur im Schongang - er verlor 21 Minuten und stürzte auf den 14. Platz ab.
Die 2,25 Kilometer lange Super Special brachte keine Überraschung mehr - Solberg fuhr seine dritte Bestzeit des Tages - insgesamt hat er jetzt acht auf seinem Akropolis-Konto - und auch der angeschlagene Hirvonen kam ins Ziel. Festzuhalten allerdings ist, dass Gilles Panizzi den noch in Wertung laufenden Mitsubishi auf einen achtbaren sechsten Platz steuerte und Manfred Stohl auf seinem Bozian-Peugeot 206 gleich hinter dem Franzosen einkam.

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