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Rallye Akropolis

Solberg - der Dominator

Foto: McKlein

Petter Solberg dominierte den ersten Tag der Rallye Akropolis klar: Mit nicht weniger als fünf Bestzeiten in den acht Sonderprüfungen am Freitag (4.6.) verwies er den Peugeot-Piloten Harri Rovanperä auf den zweiten und den überraschend starken Ford-Fahrer Francois Duval auf den dritten Platz.

04.06.2004

Sechster Lauf der WM-Saison 2004 in Griechenland: Nach der Super Special-Prüfung in Lilea - es gab in diesem Jahr keinen Start in der Landeshauptstadt Athen - rollten 71 Teams in die ersten acht von insgesamt 22 Rallye-Prüfungen. Die Teams gingen in den Tag mit den meisten Sonderprüfungs-Kilometern - satte 143,20 Kilometer waren bei einer Gesamtstrecke von 495,31 Kilometern zu absolvieren.

Überschlag, Feuer und Peugeot-Führung

Zunächst holte sich Harri Rovanperä (Peugeot) vor Teampartner Markus Grönholm, Petter Solberg (Subaru) und Francois Duval (Ford) die erste Bestzeit des Tages. Die zweite Bestzeit ging an Grönholm vor Rovanperä, Solberg und Duval. Dahinter jeweils Sebastien Loeb (Citroen), der als Erststarter mit dem Schotter zu kämpfen hatte. "Erster sein zu müssen auf einem übersteuernden Auto, ist schon übel“, monierte er. Sein Teamkollege Carlos Sainz hingegen würgte seinen Motor ab, klagte noch über die neuen Michelin TDE-Pneus und meinte: "Ich muss jetzt angreifen".

Das tat Markko Märtin von Anfang an und flog dabei gewaltig raus. Noch besser konnte das Nicolas Vouilloz auf einem privaten Bozian-Peugeot 206. Er überschlug sich dreimal hintereinander. Kommentar: "Ich habe mich mit dem Roadbook beschäftigt und wurde vom Schotter in einer Kurve überrascht.“ Bei Jussi Välimäki geriet der Hyundai Accent nach einem Hydraulikschaden in Brand, und Daniel Sola traf mit seinem Mitsubishi einen Felsen und demolierte sich dabei vorne Aufhängung und Antriebswelle. Nach einer Notreparatur rollte er langsam in die dritte Sonderprüfung, ließ Kollegen vorbei, bis dann Roman Kresta mit seinem Ford kam - und in das Heck von Solas Lancer einschlug. Der Focus begann sofort zu brennen, Sola sprang aus seinem Auto, löschte und beantragte bei seinem Team, am nächsten Tag weiter fahren zu dürfen. Sein Kollege Gilles Panizzi schaffte es mit überhitzendem Motor und demolierter vorderer Aufhängung zum Service.

Die Prüfung wurde nach 15 Fahrern abgebrochen. Auf einen neuen Start nach dem Super-Rally-Modus am Samstag spekuliert auch Armin Schwarz, denn er musste seinen Skoda in der WP 3 mit einem gebrochenen Radträger hinten links abstellen.

Solberg fährt Subaru an die Spitze

Mit drei Bestzeiten hintereinander schoss sich Petter Solberg (Subaru) an die Spitze. Hinter ihm platzierten sich die beiden Peugeot 307 in der Reihung Grönholm vor Rovanperä, der allerdings heftig von Duval (Ford) bedrängt wurde. "Ich will gar nicht unbedingt auf das Podium, vierter oder fünfter Platz wären genug für mich", erklärte Duval.

Dichter an die Spitze konnte sich Loeb schieben, während sein Teamgefährte Carlos Sainz ins Bodenlose abstürzte. Dem Spanier gelang es zwar, seinen defekten linken Stoßdämpfer vorn so weit zu richten, dass er sich zum Service schleppen konnte, kam aber mit einem Rückstand von fast einer halben Stunde für vordere Plätze nicht mehr in Betracht. Er musste seinen Xsara durch die Zeitkontrolle zum Service schieben, da sich auch die Kupplung verabschiedet hatte. Beim Service stellte man fest, dass auch die Servolenkung demoliert war - man baute also um und fing sich Strafminuten wegen Zeitüberschreitung.

Dennoch: Carlos wird weiter fahren, denn er weiß, dass er Punkte für Citroen machen kann, wenn er nur das Ziel erreicht. Das versuchen auch die restlichen Überlebenden aus der großen Klasse - so auch Gilles Panizzi, der seinen "nervösen" Lancer trotz Stoßdämpferproblemen immerhin auf den siebten Platz brachte. Hinter ihm landete Manfred Stohl (Peugeot 206), der auf seiner Fahrt vom schleichenden Sainz behindert wurde. Stohl: "Obwohl ich dem Spanier ins Heck fuhr, machte er nicht Platz.“

Weit abgeschlagen kämpfte der letzte Skoda ums Überleben: Bei Toni Gardemeister war hinten links der Stoßdämpfer aus dem Dom gebrochen. Krönung des Skoda-Elends: Auf der Super Special des Abends brach noch ein wildes Feuer im Fabia-Maschinenraum aus.

Solberg und kein Ende

Mit zwei weiteren, sehr souveränen Bestzeiten vor der Super Special am Abend zementierte Solberg (Subaru) seinen Vorsprung vor den beiden Peugeot 307 von Rovanperä und Grönholm. "Es ist unmöglich, Solberg zu folgen“, so Grönhom resigniert. Sebastien Loeb versuchte vergeblich, besseren Anschluss an die Spitze zu finden - es gelang nicht. "Völlig falsche Reifen, ohne richtiges Profil und viel zu hart“, so sein Resümee. Duval auf dem Focus hielt sich trotz der schlammigen Pisten vor dem Elsässer. Mitsubishi-Pilot Panizzi ("Ich hatte überhaupt keine Traktion.“) verteidigte seine siebte Position. Stohl (Peugeot 206) hinter dem Franzosen klagte über eine falsche Reifenwahl, fühlte sich aber sonst nicht schlecht auf dem 8. Platz.
Die Super Special brachte noch eine richtige Überraschung: Duval (Ford) fuhr seine erste Bestzeit dieser Rallye und verdrängte den fast fünf Sekunden langsameren Grönholm (Peugeot) vom dritten Platz im Gesamt.

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