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Rallye Akropolis

Solberg siegt souverän

Foto: McKlein

Neun Bestzeiten in 22 Sonderprüfungen und starke Nerven verhalfen dem amtierenden Weltmeister Petter Solberg auf Subaru zu seinem zweiten Saisonsieg. Hinter ihm fuhren Sebastien Loeb auf Citroen und Harri Rovanperä auf dem einzigen gewerteten Peugeot über die Rampe.

06.06.2004

Noch 38 von zu Beginn 72 Teams machten sich am Sonntag (6.6) auf in den letzten Tag der Akropolis-Rallye. Zusätzlich wurden auch zwölf Teams gezeitet, die am Freitag und Samstag ausgefallen waren, aber nach dem in Griechenland testweise eingeführten Austragungsmodus der Superrally wieder antreten konnten, ohne jedoch gewertet zu werden.

Grönholm ohne Lust

Zu den am Samstag schon unter diesen Test-Bedingungen angetretenen Piloten Toni Gardemeister und Armin Schwarz (Skoda), Daniel Sola (Mitsubishi) und Markko Märtin (Ford) kam am Sonntag noch Marcus Grönholm (Peugeot) hinzu. Der Finne zeigte seine Lustlosigkeit am Superrallye-System indem er sich sofort überschlug.

Ein gestern ausgefallener Promi erschien allerdings nicht: Mikko Hirvonen (Subaru) hatte seinen Impreza derart überrollt, dass der vom Team als irreparabel klassifiziert wurde. Alle anderen Teams gingen in einen Tag mit sechs Sonderprüfung von insgesamt 98,50 Kilometer Länge bei einer Gesamtstrecke von 336,78 Kilometern.

Solberg behält Führung trotz Strafzeit

"Ich habe noch nie eine Rallye leicht gewonnen,“ sagte Petter Solberg verbittert. Er hatte die Strafzeit von 30 Sekunden, die ihm am späten Samstag noch wegen fehlender Schmutzfänger an seinem Subaru verpasst wurde, schwer verdaut. Schließlich schmolz sein 58,5 Sekunden-Vorsprung auf den Zweitplatzierten Harri Rovanperä (Peugeot) auf 28,5 Sekunden zusammen. Der Norweger baute diese Distanz in der ersten Spezialen des Sonntags allerdings gleich wieder auf 30,1 Sekunden aus und war 1,6 Sekunden schneller als sein Verfolger. Topzeit fuhr Sébastien Loeb auf Citroen; hinter Rovanperä kamen Francois Duval (Ford) und Carlos Sainz (Citroen) an. Der Spanier hatte sich gestern vom 48. auf den 30.Platz vorgeschoben. "Öde, langweilig und blöd. Wir machen Konstrukteurs-Punkte während wir testen,“ erklärte Carlos Sainz.

Duval resigniert - Panizzi jammert

In der folgenden Prüfung gab wieder der Gesamt-Führende den Ton an: Solberg lag 2,2 Sekunden vor Rovanperä - der Abstand des Spitzenreiters wuchs auf 32,3 Sekunden. Loeb (Citroen) fuhr drei Sekunden hinter dem Schnellsten durch die Lichtschranke, während Ford-Pilot Duval schon über 15 Sekunden vom Spitzenmann trennte. Duval resignierend: "Wir schauen uns Loebs Zeiten an, wissen, dass da nichts geht für uns und machen langsam auf den für mich unbekannten Strecken, um ins Ziel zu kommen.“ Gilles Panizzi auf Mitsubishi verfiel einmal mehr ins Jammern: "Nichts stimmt am Auto und ich kann nichts machen.“

Kampf um Platz zwei

Der Kampf um den zweiten Platz spitzte sich in der 3.WP des Tages zu: Loeb näherte sich dem Zweitplatzierten Rovanperä gefährlich bis auf 0,3 Sekunden, nachdem er dem Finnen auf der nur neun Kilometer langen Prüfung 4,1 Sekunden abgenommen hatte. "Großer Fight mit Seb, nicht schlecht, aber nicht gut genug für mich,“ so Rovanperä selbstbewusst. Solberg hingegen blieb kühl an der Spitze, obwohl er sich vom Topmann Loeb 5,3 Sekunden verpassen lassen musste. Solberg konterte verbal: "Ich habe meine Strategie.“

Harte Kämpfe um die Podiumsplätze

Mit einer Bombenzeit eröffnete Loeb (Citroen) das Trio der letzten Sonderprüfungen: Er nahm dem zweitplatzierten Rovanperä (Peugeot) 6,9 Sekunden auf 26,78 Kilometern und seine Position hinter der Nummer 1 ab. Solberg beendete als Zweiter diese WP und sah seinen Vorsprung vor dem Verfolger auf 25,7 Sekunden schrumpfen. Duval (Ford) fuhr weiterhin auf Ankommen, Panizzi (Mitsubishi) litt heftig: Er verlor nicht nur seinen sechsten Platz an Manfred Stohl (Peugeot 206 ) sondern auch über drei Minuten. In den letzten beiden Prüfungen stürzte der Franzose noch weiter bis auf den 10. Platz ab, denn sein Lancer-Motor lief nur noch auf drei Zylindern. Aber er musste weitermachen, ruhte doch auf ihm die Punktehoffnung seines Teams.

In der vorletzten Prüfung war Rovanperä nur um 0,4 Sekunden schneller als sein Erzgegner Loeb, der weiterhin mit einem Vorsprung von 6,2 Sekunden seine zweite Position verteidigte. Auch der führende Solberg war nicht gefährdet - mit 24,8 Sekunden Vorsprung nahm er die letzten neun Kilometer unter die Pirelli. Petter Solberg wurde dort zwar nur Drittschnellster. Er riskierte nichts mehr und schenkte Loeb gerne über sechs Sekunden. Als zweiter kam bei diesem Finale auf ruppigen Pisten Harri Rovanperä durch die Kontrolle - er hatte es aufgegeben, gegen Loeb anzurennen. Ford-Mann Duval war glücklich mit seinem vierten Platz - schließlich er hatte ja schon vor dem Start gesagt, dass er ein Podium nicht anstrebe.
Von den anfangs zehn Werkswagen sahen sechs die Zielflagge und bekamen Punkte, obwohl Gilles Panizzi (Mitsubishi) und Carlos Sainz (Citroen) gewaltig weit hinter der Musik einherfuhren.

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