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Rallye Argentinien, 1. Etappe

Knappe Führung für Ogier

WRC Argentinien 2013 Foto: McKlein 44 Bilder

Nicht unerwartet entwickelt sich die Rallye Argentinien nach dem ersten Tag zu einem Duell zwischen Sébastien Ogier und Sébastien Loeb, allerdings auch deshalb, weil sich die Gegner zum Teil selbst aus dem Rennen nehmen.

03.05.2013 Markus Stier

Obwohl die Schotterstraßen von Argentinien längst nicht zu den härtesten im Kalender zählen, ist die Ausfallquote in Südamerika häufig beträchtlich. Und so waren trotz allseits guter Vorsätze am Abend diverse Autos zerknittert.

Nein, es war nicht Jari-Matti Latvala, der den Anfang machte. Der Finne beendete die erste Etappe auf dem vierten Rang. Glück hatte der Finne allerdings schon. Er traf mit dem rechten Hinterrad einen Stein, was das Hinterachsdifferenzial übel nahm. Aber weder Reifen noch Radaufhängung hatten Schaden genommen, nur die Handbremse arbeitete nicht mehr. Zum Ärger tat sie das auch nach dem Wechsel des kompletten Systems am Nachmittag nicht. Auf den 15 Spitzkehren bergab nach Agua de Oro verlor Latvala Zeit und hat nun 40 Sekunden Rückstand auf die Spitze.

Dani Sordo mit Überschlag nach Ansagefehler

Die hält mal wieder Teamkollege Sébastien Ogier. Der Tabellenführer rumpelte zwar mit seinem Polo auch gegen einen mächtigen Stein und kam zum Mittagsservice mit krummer Lenkung, aber immerhin war sie nicht gebrochen. Ein paar Sekunden Zeit verlor Ogier lediglich hinter Dani Sordo. Der Spanier überschlug sich nach einem Ansagefehler von Beifahrer Carlos del Barrio. Statt einer Links Fünf hatte er eine Links Sieben angekündigt, was schlicht Vollgas bedeutet. Sordo war zerknirscht, räumte aber ein: "Sonst bin ich es gewöhnlich ich, der die Fehler macht." An der Zeitkontrolle des Service-Parks beschwerte sich Ogier höflich, aber bestimmt bei Sordo und del Barrio, die ihn vier Kilometer eingebremst hatten.

Während Sordos Citroën nur vorn zerknautscht war, kam Martin Prokop nach einem Überschlag im Ford Fiesta mit deutlich abgeflachter Dachlinie zum Abendservice, rettete sich aber immerhin als Achter ins Etappenziel. Michal Kosciuszko demontierte dagegen ein Rad am Mini und musste ebenso aufgeben wie Mads Östberg. Bis dahin Fords Bester traf der Norweger einen dicken Steinbrocken, dem ihm ein Konkurrent vor das Auto gerollt hatte. Eine gebrochene Aufhängung kostet zehn Minuten Zeitstrafe für den folgenden Tag.

Rallye Argentinien: Sébastien Loeb hält Rang zwei

Um keine Brocken im Weg liegen zu haben, entschied sich Evgeny Novikov bei der Startplatzvergabe für Startplatz eins. Der Russe hatte einen ereignisarmen Tag und liegt nun als bester Ford-Fahrer auf Rang fünf, allerdings schon mit 1:37 Minuten Rückstand. Novikov war mit demselben Fiesta und dem weitgehend gleichen Setup unterwegs, der ihm in Portugal noch Rätsel aufgegeben hatte, nun aber klaglos arbeitet.

Nicht ganz zufrieden mit seiner Abstimmung war Argentinien-Abo-Sieger Sébastien Loeb bei seiner Rückkehr ins Rallyeauto nach zweieinhalb Monaten Pause. Der Elsässer ließ am Mittag die Abstimmung leicht umbauen, zeigte sich zufrieden mit dem Resultat und hält trotz vier Bestzeiten von Rivale Ogier Rang zwei mit rund 16 Sekunden Rückstand. Knapp zwei Sekunden dahinter ist auch Teamkollege Mikko Hirvonen noch in Schlagdistanz.

Siegesserie von Ogier soll gebrochen werden

Laut Citroën-Plan der Abstand nach vorn deutlich kleiner sein sollen. Die Weltmeistertruppe ließ am Mittag in Erwartung trockener Pisten und der 52 Kilometer langen Schlussprüfung harte Reifen aufziehen. Doch einsetzender Nieselregen machte die Taktik zunichte. Die harte Mischung kommt auf weichem Geläuf nicht auf Temperatur, allerdings verloren die Citroën auch nicht nennenswert Zeit mit der falschen Reifenwahl. Loeb gibt sich zuversichtlich, die Serie von drei Ogier-Siegen in Folge endlich zu brechen. "Wenn man bedenkt, dass ich praktisch seit sechs Monaten keine Schotteretappe mehr gefahren bin, war das heute gar nicht so schlecht."

Nicht mehr so übel lief es am Ende der ersten Etappe auch für den einzigen Deutschen. Nachdem Armin Kremer einen Satz weicherer Stoßdämpfer von Ausrüster Tein erhielt, besserte sich die Traktion am Subaru Impreza von Stohl Racing spürbar. Allerdings hatte Kremer am Morgen wegen ausgefallener Bremsen erheblich Zeit verloren. Nach fünf von 14 Prüfungen belegt der Mecklenburger in der WRC2 den fünften Platz.

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