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Rallye Argentinien, Ergebnis

Latvala triumphiert in der Neuen Welt

Latvala - Rallye Argentinien 2014 - WRC Foto: McKlein 35 Bilder

VW-Werkspilot Jari-Matti Latvala bescherte sich beim fünften WM-Lauf seinen zweiten Saisonerfolg und seinem Arbeitgeber den neunten Sieg in Folge.

12.05.2014 Markus Stier

Der große Teamkollege musste sich hinten anstellen. Weltmeister Sébastien Ogier stand das ganze Rallyewochenende in Südamerika im Schatten seines Teamkollegen. Von 14 Wertungsprüfungen gewann Jari-Matti Latvala fünf, zehn Mal war er schneller als Ogier. Selbst Regen, tückisch rutschige Pisten und Nebel auf den über 2.100 Meter hohen Prüfungen Mina Clavero und El Condor konnten den Finnen nicht verunsichern. Am Ende hatte er 1:26,9 Minuten Vorsprung.
 
"Ich bin natürlich überglücklich, die Rallye Argentinien gewonnen zu haben. Es ist schon einige Jahre her, dass ein Finne diese Rallye gewonnen hat. Der Zweikampf mit Sébastien Ogier und Julien Ingrassia war großartig", sagte der Sieger und lobte anschließend seinen Copiloten: "Miikka Anttila hat großen Anteil an unserem Erfolg, denn seine Ansagen haben uns sicher über die teils extrem schwierigen Prüfungen geführt."
 
"Glückwunsch an Jari-Matti. Julien und ich haben über das gesamte Wochenende alles gegeben, aber besonders am Schluss waren die Schotterpisten so rutschig und voller Schlamm, dass wir nur noch auf Ankommen gefahren sind", sagte der Geschlagene, der mit Platz zwei für einen VW-Doppelsieg sorgte und seine WM-Führung mit 112 zu 88 Punkten behauptete. Zwar nahm ihm Latvala durch den Sieg acht Punkte ab, aber mit dem Gewinn der abschließenden Powerstage El Condor holte er sich zwei davon zurück. Es war das einzige Mal an diesem Tag, dass Ogier den das ganze Wochenende über klar schnelleren Latvala hinter sich lassen konnte.

Citroën holt Rang drei

Nicht nur der neunte VW-Sieg in Folge seit Australien im September 2013 untermauert die Dominanz der Wolfsburger. In Südamerika holten die Polos nicht nur einen Doppelsieg. Trotz Ausfall und fünf Strafminuten am Freitag holte sich Junior Andreas Mikkelsen nach furioser Aufholjagd noch den vierten Rang. Von 3:21 Minuten Rückstand blieben am Ende gerade einmal 23,6 Sekunden, die Mikkelsen vom Podium trennten. "Ich habe mich noch nie so sehr über Platz vier gefreut", sagte der Norweger.
 
Den dritten Platz holte sich ein behutsam fahrender Kris Meeke, der im Citroën DS3 dieses Mal fehlerfrei blieb, während Teamkollege Mads Östberg schon auf der ersten Prüfung der ersten Etappe von der Straße geflogen war und ohne Punkte nach Hause ging. Beim letzten Mittagsservice gab Östberg wegen einer schmerzhaften Handverletzung vom Unfall am Freitag auf. Trotzdem liegt der Norweger punktgleich mit Landsmann und Rivale Mikkelsen auf dem vierten Tabellenrang, allerdings schon mit 64 Punkten auf Ogier.
 
Punkte waren für Mikko Hirvonen nach seinem frühen Unfall am Freitag weniger das Thema, Ehrenrettung dagegen schon. Der 33-jährige Finne fuhr im Ford-Fiesta des M-Sport-Teams am finalen Sonntag drei von vier Bestzeiten. Das reichte zwar am Ende nur für Rang neun, aber das angeknackste Selbstvertrauen war wieder repariert. "Ich war schon immer gut im Nebel", sagte Blondschopf und machte schon wieder Späßchen: "Na gut, auf der Powerstage hat es nicht so perfekt geklappt, aber es sollte heute auch mal ein anderer etwas gewinnen dürfen."

Kubica erstmals fehlerfrei

Wie ein Sieger durfte sich Robert Kubica fühlen. Erstmals seit dem Umstieg auf ein World Rally Car sah der frühere Formel 1-Pilot ohne Fehler das Ziel und war als Sechster bester Ford-Pilot vor M-Sport-Junior Elfyn Evans und dem besten Privatfahrer Martin Prokop. Ein Ford belegte schließlich auch den zehnten Rang. Nasser Al Attiyah gewann vier Monate nach seinem dritten Rang bei der Rallye Dakar in der Neuen Welt die WRC2-Wertung in seinem Fiesta R5.
 
Versöhnlich endete die Rallye auch für Neueinsteiger Hyundai. Zwar fielen beide i20 am ersten Tag Auspuffschäden zum Opfer, aber Thierry Neuville gelang immerhin eine Bestzeit und der Belgier beendete die Rallye als Fünfter. "Der Nebel war schwierig, aber das Auto war gut", fand der Vize-Weltmeister ein positives Resümee. Das gelang dann auch dem geschlagenen Weltmeister: "Ich bin froh, dass die Leute merken: Es ist nicht so einfach zu gewinnen, wie es manchmal den Anschein hat."

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