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Rallye Argentinien

Grönholm out, Sainz geht in Führung

Foto: McKlein

Mit einer Katastrophe für Peugeot endet der zweite Rallye-Tag in Argentinien: Marcus Grönholm, der seit Freitagmorgen geführt hatte, widerstand dem Druck von Citroen-Pilot Carlos Sainz nicht, flog raus und riss sich an seinem 307 WRC ein Rad ab. Der Spanier übernahm damit die Führung vor seinem Marken-Kollegen Sebastien Loeb und Francois Duval auf einem Ford Focus. Zu fahren sind in der Nacht noch zwei Super-Specials von insgesamt 6,04 Kilometer Länge.

17.07.2004

56 Wagen - davon 40 Teams in Wertung von gestern noch 69 - rollten in den zweiten Tag der Rallye. Es war kalt und der Himmel zeigte sich dicht bedeckt. Zu absolvieren waren am Samstag (17.7.) sieben Prüfungen im Gelände - weit südlich von der Rallye-Zentrale Villa Paz - dazu zwei abendliche Super-Specials. Bei einer Gesamtstrecke von über 500 Kilometern standen 129,39 Wertungsprüfungskilometer an.

Zu den Piloten außerhalb der Wertung hatte sich auch - wie es das demnächst geltende SupeRallye-Konzept erlaubt - der bereits am Freitag wegen Wasserschaden ausgefallene Petter Solberg (Subaru) gesellt. Auf der ersten Sonderprüfung des Tages fuhr er zwar noch Bestzeit vor dem legalen Rallye-Leader Marcus Grönholm (Peugeot), fiel dann aber - gerechterweise, wie alle meinten - erneut aus: Sein Motor warf alles Öl ins Freie.

Grönholm baut seinen Vorsprung aus

In den vier ersten Sonderprüfungen am Morgen gelang es Grönholm (Peugeot), seinen Vorsprung zu seinen Verfolgern systematisch auszubauen. Der Finne zog sein Programm ganz cool durch: "Ich bin gestern schon schnell, aber nicht verrückt gefahren. Und ich gedenke, das auch heute zu wiederholen.“ Nach der Wertungsprüfung 13 war sein Abstand zu seinem härtesten Verfolger Carlos Sainz (Citroen) von 8,4 auf 10,2 Sekunden angewachsen. In den Sonderprüfungen 14 bis 16 nahm der finnische Doppel-Weltmeister dem spanischen Doppel-Weltmeister weitere sechs Sekunden ab. Auch Citroen’s Star Sebastien Loeb an dritter Position hatte gegen Grönholm nichts zu melden: Sein Abstand zum Leader wuchs im Lauf der ersten 80 Wertungsprüfungskilometer des Tages von 37,1 Sekunden bis auf über eine Minute an. "Im Moment bin ich happy auf dem dritten Platz. Dass Märtin (Ford) und Solberg (Subaru) nicht mehr dabei sind ist gut für die Meisterschaft“, so Loeb.

Hinter den glorreichen Drei an der Spitze klaffte schon vor dem zweiten Durchgang über die nächsten drei Sonderprüfungen eine Minutenlücke: Francois Duval (Ford) lag über dreieinhalb Minuten zurück. Der Belgier meinte: "Die Strecken waren alle völlig neu für mich - ich ging daher kein Risiko ein.“ Kristian Sohlberg (Mitsubishi) fehlten über sechs Minuten auf die Spitze, Mikko Hirvonen (Subaru) war um über acht Minuten abgeschlagen und Harri Rovanperä (Peugeot) hoppelte mit zehneinhalb Minuten Rückstand hinter seinem Kollegen Grönholm her. Und, über eine viertel Stunde zurück, kämpfte Gilles Panizzi (Mitsubishi) . "Die gestrigen Probleme mit der Aufhängung sind noch nicht gelöst“, kommentierte Panizzi. Riskieren will keiner der Mitsubishi-Piloten etwas - sie müssen unbedingt Punkte für ihr Team einfahren.

Sainz vorne, Grönholm fliegt raus

"Alles läuft wunderbar - keine Probleme. Auto und Reifen sind super - ich kontrolliere meinen Abstand zu den Verfolgern und hoffe, die Distanzen noch zu vergrößern.“ Rallye-Leader Grönholm mußte zum Auftakt der letzten Wertungsprüfungs-Dreiergruppe vor den beiden Nacht-Spezialen eine Bestzeit und drei Sekunden an Sainz (Citroen) abgeben, blieb aber mit 13,4 Sekunden Vorsprung weiter an der Spitze. Drittschnellster auf diesen 14.81 Kilometern war Rovanperä (Peugeot). "Ich werde weiter angreifen, selbst wenn die Abstände zu den Gegnern vor mir schon recht groß sind“, so der Peugeot-Pilot. Loeb (Citroen) fiel ab, er fing nämlich 20 Strafsekunden, weil er an der 16. Zeitkontrolle zwei Minuten zu spät stempelte. Der Franzose behauptete aber seinen Platz im Klassement, wie auch alle Nachfolgenden. Spaniens Rallye-Matador Sainz holte sich die Topzeit auch in der darauf folgenden Wertungsprüfung, nahm Grönholm aber nur 0,5 Sekunden ab. Dritter wurde erneut Rovanperä (Peugeot) vor Hirvonen (Ford) und Loeb (Citroen) verhielt sich ruhig. "Ich will nichts riskieren - ein dritter Platz ist eine sichere Sache“, erklärte der Elsässer sein Tun.

Katastrophal für Peugeot ging die letzte Wertungsprüfung im Gelände aus: Marcus Grönholm riss sich wie so oft, wenn er richtig unter Druck gerät - an seinem 307 WRC ein Rad ab und musste aufgeben. Sainz (Citroen), der vom Pech des Finnen profitierte, übernahm die Spitze, gefolgt von seinem Teampartner Sebastien Loeb und dem jungen Francois Duval.

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