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Rallye Argentinien

Grönholm stark unter Druck

Foto: McKlein

Marcus Grönholm lieferte am ersten Rallyetag zwar fünf Bestzeiten, aber noch ist nichts gewonnen. Mit Carlos Sainz auf Citroen nur 8,4 Sekunden hinter sich und dem zweiten Citroen-Piloten Sebastien Loeb in Schlagweite geht er in einen harten zweitenTag .

17.07.2004

Rallye-Leader Marcus Grönholm lieferte, wie zu erwarten, auch am Freitagabend (16.7.) noch zweimal Bestzeit auf den Super-Specials. Nachdem er die ersten Sonderprüfungen gestern auf falschen Reifen absolviert hatte, schlug er am Nachmittag mit richtigen Pneus zu und zog Bilanz: "Ich bin froh, wie es heute gelaufen ist, aber ich habe nicht eine Sekunde Atem holen können. Ich habe attackiert, nicht wie ein Narr, und ich werde weiter so fahren. Noch ist nichts getan.“ Sein Stallgefährte Harri Rovanperä war durch eine kollabierende Servolenkung, die er auf einer Verbindungsetappe nicht selbst reparieren konnte, stark gehandikapt. Sein Kommentar: "Ich denke, gegen Rallye-Ende werden wir noch einige Punkte schnappen.“

Citroen lauert auf Peugeot-Fehler

Das werden die Citroen-Boys Carlos Sainz - schon an zweiter Stelle - und Sebastien Loeb - an dritter Position - zu verhindern versuchen. Sainz war sehr zufrieden: "Das Auto ist perfekt und es war ein amüsanter Tag. Besonders mein Fight mit Grönholm. Alles ist positiv für mich, vor allem, da Sebastien ganz nahe ist.“ Loeb, der am zweiten Tag nicht wie am Vortag als Straßenfeger auf die Pisten rollen muss, beklagte sich: "Es war scheußlich, Erster zu sein. Diese elenden Spurrinnen, die von den Zuschauern noch vertieft worden waren. Im übrigen haben wir bis zum Rallyeschluss gerade noch 200 gezeitete Kilometer vor uns.“

Ford und Subaru gründlich deprimiert

Das schnelle Ford-Duo Märtin/Park lag an zweiter Stelle im Gesamtklassement als es sich acht Kilometer nach Start der fünften Sonderprüfung grausam überschlug: Der Focus flog im sechsten Gang ab,rollte mehrmals übers Dach und blieb als schlimmer Trümmerhaufen liegen. Beide Insassen krochen aus dem soliden Überroll-Käfig und wurden in Krankenhäuser geflogen. Während der Copilot bald entlassen werden konnte, musste Märtin noch bleiben – er sah die Welt immer doppelt. Alle Punkteverantwortung ruhte ab dann auf dem jungen Francois Duval, der an vierter Stelle einkam.

Auch bei Subaru hat Junior Mikko Hirvonen den Job als Punktesammler übernehmen müssen - sein Senior ist ebenfalls weg vom Fenster: Nach zwei sicher nicht sehr intelligent gequerten Wasserfurten musste der amtierende Weltmeister Petter Solberg seinen Subaru abstellen. "Ich weiß auch nicht, was da los war. Ich bin natürlich sehr enttäuscht, vor allem, weil mir das auch schon in der Türkei passiert ist. Ich muss mir überlegen, wie ich demnächst Wasser angehe,“ erklärte Solberg. Sein Chef David Lapworth war wenig amüsiert.

Mitsubishi in den Punkten

Mit dem Ausfall von zwei Stars bei Ford und Subaru hat sich Mitsubishi in die Punkteliga geschoben - beide Autos müssen nur noch ankommen. Während Kristian Sohlberg eigentlich recht problemlos durch den Tag auf die fünfte Position rollte - ohne dabei natürlich Bäume auszureißen - klagte sein Kollege Gilles Panizzi über Sorgen mit dem Getriebe und dem Turbo. "Man fühlt sich nicht besonders, wenn man lediglich an der 18. Position steht, obwohl man den ganzen Tag geschuftet hat,“ resümierte Panizzi.

Besser als der Altmeister aus Frankreich stehen die zwei Deutschsprechenden: Antony Warmbold (Ford) auf der zehnten Position und Manfred Stohl (Mitsubishi) auf dem 12. Platz.

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