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Rallye Argentinien

Solberg und Subaru an der Spitze

Foto: McKlein

Mit zwei guten Zeiten in den beiden ersten Sonderprüfungen der Argentinien-Rallye verwies Subaru-Fahrer Petter Solberg den nur wenig langsameren Ford-Star Markko Märtin auf den zweiten Platz. Hinter den beiden platzierte sich Marcus Grönholm auf Peugeot.

16.07.2004

Sonderlich aussagekräftig sind zwar die ersten 6,02 Kilometer auf einem Parallel-Rundkurs nicht, besonders wenn man die Länge aller Sonderprüfungen der Rallye betrachtet: insgesamt sind 382,63 Kilometer auf 26 Sonderprüfungen zu absolvieren. Aber: Vielleicht lassen sich schon erste Tendenzen erkennen.

Petter Solberg auf Subaru gab sofort richtig Gas und erzielte eine Bestzeit und einen dritten Platz. "Argentinien ist eine sehr spezielle Rallye, da zählt jede Prüfung. Besonders kritisch ist die Situation mit den Reifen - wir dürfen insgesamt nur 25 Pneus benutzen“, kommentierte Solberg. Mikko Hirvonen aus dem gleichen Team richtet sich auf Alles ein: "Man hat mir gesagt, es sind sogar Eis und Schnee möglich.“

Auf den ruppigen Pisten, wo sich Temperaturen zwischen 20 Grad am Tag und möglicherweise Frost in den Nächten abwechseln, könnte die neue Reifen-Restriktion dazu führen, dass viele Teams nicht für alle Prüfungen frische Socken anlegen können. Sechs Reifenwechsel-Stationen gibt es, die vier härtesten Wertungsprüfungen finden am letzten Tag statt. Das heißt: Man muss über alle drei Tage sehr geschickt taktieren, denn, weder die Michelin- noch die Pirelli-Reifen, die mit dem ATS-Schaumstoff-Innenleben gerüstet sind, können ein zweites Mal benutzt werden, wenn sie einmal platt waren.

Ford-Pilot Markko Märtin, ebenfalls mit einer Bestzeit und einem dritten Platz in den Tag gestartet, ist mit einem verbesserten Motor unterwegs, obwohl er immer noch nicht über ausreichend Power im unteren Drehzahlbereich verfügt. "Im Grunde fahren wir die solide Mexico-Spezifikation. Man muss dennoch gleich angreifen und nicht erst auf die schnellen Prüfungen am zweiten Tag warten. Die Superspecial war zwar ein bisschen eng, aber mir hat sie Spaß gemacht,“ sagte Märtin. Der Este kennt die kommenden Strecken recht gut, für seinen jüngeren Teamkollegen Francois Duval dagegen sind 70 Prozent völlig neu.

Peugeot hofft auf den ersten Sieg

Marcus Grönholm im Peugeot 307 WRC unterwegs, sicherte sich einmal Platz zwei und einmal Platz fünf. Obwohl der Finne das aktuelle Reifenreglement hasst, fühlt er sich dennoch recht gut. Obwohl er ziemlich unter Druck steht, sieht er Licht am Ende des Tunnels. "Im letzten Jahr habe ich hier auf dem 206 WRC gewonnen - ich hoffe, dass für uns hier die Rallye-WM richtig beginnt, bisher haben wir ja noch keinen Sieg eingefahren. Aber ich habe volles Vertrauen.“ Auch Kollege Harri Rovanperä wirkt ausgeglichen: "Der 307 ist besser denn je und ich bin in Superform.“

Die beiden Citroen-Piloten Carlos Sainz und Sebastien Loeb liegen dicht beieinander, wobei der Matador wohl die besseren Nerven und die besseren Streckenerfahrungen mitbringt. "14 Mal angetreten, zwei Mal gewonnen - und wer gewinnen will, muss eine Rallye lieben. Ich liebe Argentinien,“ so Sainz. Aber auch Loeb mag Land und Leute: "Ich würde hier gerne meinen zweiten Sieg auf Schotter einfahren!“ Das würde auch seinen Teamchef Guy Frequelin besonders freuen - vor 24 Jahren gewann er nämlich selbst diese Rallye zusammen mit seinem legandären Beifahrer Jean Todt.

Beide Mitsubishi- Piloten Gilles Panizzi und Kristian Sohlberg sind bescheiden - ihr wichtigstes Thema sind Zuverlässigkeits-Tests. Der technische Leiter Mario Fornaris gab sich verhalten: "Weder Gilles noch Kristian kennen die Strecken hier. Ich hoffe, sie können einige von uns gemachten Erfahrungen aus der Türkei verwenden.“ Panizzi zeigte sich optimistisch wie selten: "Nach dem Türkei-Erlebnis denke ich, dass wir hier in die Punkte kommen könnten.“

Interessant wird es auch zu beobachten sein, wie sich der private WRC- Pilot Antony Warmbold schlägt: Nach den ersten beiden Sonderprüfungen haben sich sowohl Jani Paasonen und Manfred Stohl ( jeweils auf Mitsubishi Lancer Evo VII ) deutlich vor ihn gesetzt.

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