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Rallye Australien 2013 (Tag 2)

Ogier auf Titelkurs

WRC Rallye Australien 2013 Foto: McKlein 12 Bilder

Mit einer weiteren Bestzeitenserie am Samstag setzte sich der VW-Werkspilot Sébastien Ogier vom Feld ab. Aus eigener Kraft kann ihm kein Konkurrent am Sonntag den Titel in Australien nehmen.

14.09.2013

Reporter, die an diesem Wochenende ein paar spannende Sätze von Sébastien Ogier hören wollen, haben ihre Mühe: „Ein perfekter Tag. Es hat Spaß gemacht“, verkündet der VW-Pilot und damit das Gleiche wie gestern. War er am Freitag noch ein wenig unkonzentriert am Abend und ließ Teamkollege Latvala einmal eine Zehntelsekunde schneller fahren, holte sich der Tabellenführer auf der Samstagsetappe sämtliche sechs Bestzeiten und baute damit seinen Vorsprung auf Citroën-Speerspitze Mikko Hirvonen auf 45 Sekunden aus.

Ogier auf Weltmeisterkurs

Zwar sind am abschließenden Sonntag noch sechs Prüfungen und 125 WP-Kilometer zu absolvieren, aber aus eigener Kraft ist der Sieg Ogier nicht mehr zu nehmen. Bleibt es beim aktuellen Ergebnis, wäre Ogier damit erstmals Weltmeister, selbst wenn er keine Punkte auf der abschließenden Powerstage holt. Der Mann, der ihm theoretisch noch den Titel streitig machen könnte ist Thierry Neuville im Ford. Aber der Belgier müsste Zweiter werden, hat aber als Dritter mit 25 Sekunden Rückstand auf Hirvonen ein zu großes Loch zuzufahren.
 
Eine ziemliche Lücke zwischen Apruch und Wirklichkeit klafft seit diesem Samstag in den Plänen von Citroën-Sportchef Yves Matton. Glänzte sein Sordo-Vertreter Kris Meeke am Donnerstag noch mit dem Sieg in der Qualifikation, konnte er am Freitag und Samstag das Tempo der Spitze nur schwer mitgehen. Beim Versuch, wenigstens die Oberhoheit gegen Teamkollege Hirvonen zurückzugewinnen überschlug sich Meeke auf der längsten Prüfung der Rallye mehrfach und musste aufgeben. Es war nach Finnland sein zweiter Überschlag im zweiten Einsatz für das Citroën-Werksteam. „Das haben wir uns anders vorgestellt“, sagt Matton, der nun schwer überlegen muss, ob er Meeke bei der letzten Schotter-Rallye des Jahres, dem Finale in Wales noch einmal ein Auto anvertraut.

VW führt Marken-Wertung ungefährdet an

Sollte Jari-Matti Latvala seinen VW Polo auf dem bisherigen vierten Rang ins Ziel bringen, bekommen die Hoffnungen auf eine Aufholjagd in der Marken-Wertung im Citroën-Lager einen empfindlichen Dämpfer. Den Franzosen bleibt nur noch zu hoffen, dass die VW-Mannen angesichts bezogener Positionen die Konzentration verlieren. Latvala drehte sich zwar am Samstag und fing sich bei einem langen Drift einen Reifenschaden ein, brachte sein Auto aber unverletzt ins Etappenziel.
 
Einen leichten Ausritt ohne Folgen hatte auch VW-Junior Andreas Mikkelsen. Der Norweger zahlte für seine kleinen Fehler am Freitag mit einer Startposition ganz vorn. „Das fühlte sich an wie auf Murmeln“, klagte der dritte Polo-Fahrer, was ihn aber nicht daran hinderte, sich auf den fünften Rang vorzuschieben, nachdem Ford-Fahrer Mads Östberg 20 Sekunden bei einem Grabenausflug liegenließ. Östberg liegt allerdings nur 3,5 Sekunden hinter Mikkelsen.

Einen Tag zum Vergessen erlebte Evgeny Novikov im dritten M-Sport-Fiesta. Der Russe fiel durch einen Reifenschaden über vier Minuten zurück und haderte auf dem losen australischen Schotter ebenfalls mit seinem vorderen Startplatz: „Ich bin noch nie auf etwas so rutschigem gefahren.“  Novikov ist nur noch Siebter, hat aber immer noch rund zweieinhalb Minuten Vorsprung auf den besten Australier. Nathan Quinn liegt im einzigen Mini auf Platz acht und hat immerhin den dritten Werks-Citroën von Khalid al Qassimi im Griff.

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